Di, 21. November 2017

Todesursache Sepsis

21.12.2009 16:03

15-Jähriger stirbt nach Infektion mit Meningokokken

Ein 15-jähriger Schüler der HTL Saalfelden ist Montag früh an einer Blutvergiftung, ausgelöst durch eine Meningokokken-Infektion, gestorben. Der Jugendliche war erst am Tag zuvor ins Kinderspital in der Stadt Salzburg eingeliefert worden.

"Bei Meningokokken sind die Symptome anfangs wie bei einer Grippe. Deswegen wird es meist erst recht spät erkannt", erklärt Landessanitätsdirektor Dr. Christoph König. Meningokokken können entweder eine Gehirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen. Im Fall des Schülers aus Zell am See war es eine Sepsis.

"Der Körper wird von Keimen überschwemmt. Es kommt zu Gefäßverschlüssen und Durchblutungsstörungen. Die letzte Konsequenz ist ein Multiorganversagen", erläutert OA Dr. Wolfgang Radauer vom Kinderspital. Bei ihm lag der Jugendliche auf der Intensivstation.

Untersuchungen stehen noch aus
"Man kann nur mehr den Schock bekämpfen und Antibiotika verabreichen", so Radauer. Bei dem Jugendlichen half aber alles nichts mehr. Im Labor wird jetzt noch untersucht, welcher Meningokokken-Stamm bei dem jungen Patienten zur Sepsis führte. Gegen die Formen C, A, W und Y gibt es Impfungen. Am häufigsten verbreitet ist aber in Österreich der B-Stamm.

Medikamente an Freunde und Familie
Die Klassenkameraden des Jungen in der HTL Saalfelden erhielten am Montag sofort ein Prophylaxe-Medikament, ebenso wie die schwer geschockten Eltern des Opfers. "Die Weihnachtsfeier in der Schule wurde abgesagt. Wir gehen nicht davon aus, dass noch jemand erkrankt. Auf 100.000 Bewohner kommen im Jahr ein bis zwei Fälle", erklärt Christoph König.

Kronen Zeitung und krone.at

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