Sa, 18. November 2017

Chaos vor Gericht

17.12.2009 19:22

Schreiduelle und wirre Aussagen bei Raubprozess

Schreiduelle und vollkommen verworrene Aussagen: Szenen aus einem Raubprozess im Drogenmilieu am Mittwochnachmittag am Salzburger Landesgericht. Als eine Zeugin der Angeklagten vorwarf, sie sei eine Mörderin, verlor die 28-Jährige völlig die Beherrschung. Nach zwei Stunden musste die Verhandlung vertagt werden.

Rund 450 Euro sollen Zoran D. (30) und seine Freundin Heide W. (28) einem 41-jährigen Flachgauer geraubt haben, als er bei ihnen Valium- und Rohypnol-Tabletten kaufen wollte. Die Ex-Freundin des Opfers hatte dessen Angaben bei der Polizei noch bestätigt. Beim Prozess sagte sie plötzlich, er hätte sie zu dieser Aussage gezwungen.

Mutter mit schwachem Gedächtnis
Die Mutter der Ex-Freundin des Opfers, die laut Polizeiprotokoll bei der Einvernahme ihrer Tochter dabei war, behauptete sogar drei Mal: "Ich war nie mit ihr bei der Polizei." Bis sie sich dann doch noch an den Termin beim Kriminalreferat erinnern konnte!

Anspielung auf Mord in Salzburg-Aigen
Als dann die Mutter Heide W. vorwarf: "Bei dir findet man ja sogar die Geldtasche von dem, den du erschlagen hast", verlor die 28-jährige Beschuldigte völlig die Beherrschung...

Heide W. steht nämlich unter dem Verdacht, den Baumeister Gert Beigl ermordet zu haben, der Anfang Oktober tot in seiner Wohnung in Salzburg-Aigen aufgefunden wurde. Deshalb sitzt sie in U-Haft, streitet aber alle Vorwürfe ab. Der Raubprozess wurde zur Einvernahme eines Kriminalbeamten vertagt.

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