Sa, 18. November 2017

Andrang am Postamt

15.12.2009 16:39

Vier Oberndorfer „Engerl“ schreiben an das Christkind

Briefmarke drauf, stempeln und ab ans Christkind! In Oberndorf kommen seit 41 Jahren jeden Advent Tag für Tag Hunderte ins Sonderpostamt bei der Stille-Nacht-Kapelle und geben die Briefe an ihre Lieben ab. Die "Krone" begleitete Jasmin, Sebastian, Jona und Christoph vom Kindergarten, als sie ihren Wunschzettel wegschickten. Und auch der Stadtchef träumt...

Im Stille-Nacht-Bezirk in Oberndorf geht es in diesen Tagen alles andere als still zu. Vor der berühmten Kapelle wimmelt es geradezu vor Menschen, Einheimische wie Touristen. Trotzdem oder gerade deshalb behält dieser mystische Ort, wo 1818 das berühmteste Weihnachtslied der Welt bei der Christmette uraufgeführt wurde, sein besonderes Weihnachtsflair.

Im Sonderpostamt traf die "Krone" schließlich vier ganz spezielle "Kunden". "Ich gebe heute meinen Wunschzettel ans Christkind auf", erklärt uns Christoph ganz stolz. Er ist mit seinen Freunden vom Kindergarten herüber gekommen und verrät die Einzelheiten: "Ein Kran von Playmobil wäre super und vielleicht auch ein Rennauto." Ähnlich die Wünsche von Jona und Sebastian. Nur Jasmin wünscht sich ein Pony, "kein echtes, nur ein kleines aus Stoff oder so", ist die Kleine bescheiden.

Post aus Oberndorf geht um die Welt
Als sich die Kinder mit den Wunschzetteln brav bei Eva Kraibacher aus Obertrum anstellen, wird schnell klar: Das Sonderpostamt ist auch für die Einheimischen etwas Besonderes. "Meine Verwandten bekommen immer eine Postkarte mit der schönen Marke und dem einmaligen Stempel", sagt Anna, die gleich einen ganzen Karton Weihnachtspost auf die Reise um die ganze Welt schickt.

Besondere Stempel
Der Stempel ist dieses Jahr Leopold Kohr gewidmet, wohl einer der berühmtesten Oberndorfer. Das Grab des Trägers des alternativen Nobelpreises, Philosophen und Vordenkers findet man hier am Friedhof. "Es gibt viele Oberndorfer, die haben alle der kreierten Stempel gesammelt. Immer, wenn ich hierher komme, treffe ich viele Einheimische", sagt Bürgermeister Peter Schröder.

Die Wünsche des Bürgermeisters
Als eine Gruppe Japaner ins Sonderpostamt schneit, wird er ein wenig nachdenklich und verrät seinen ganz persönlichen Wunsch ans Christkind: "Ein Hotel in Oberndorf, das wäre toll. Hierher kommen so viele Menschen, doch übernachten kann niemand." Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Schon am ersten Adventwochenende zählte man in der Kapelle 6.000 Besucher, kaum eine andere Attraktion in Salzburg, die derart himmlische Zahlen vorweisen kann…

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung
Im Bild von links: Jona, Jasmin, Christoph und Sebastian

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