Fr, 17. November 2017

Dringlicher Antrag

14.12.2009 09:58

Landtag kann Babystation in Mittersill retten

Durch einen dringlichen Antrag der FPÖ wird die Schließung der Babystation in Mittersill am Mittwoch zum Thema im Landtag werden. Somit gibt es neue Hoffnung für den Oberpinzgau, denn: "Jeder Abgeordnete muss bei einer namentlichen Abstimmung ganz offen erklären, ob er diese wichtige Einrichtung erhalten will", schildert FP-Klubchef Karl Schnell.

2.324 Menschen haben bis Sonntag im Internet für die Rettung der Babystation unterschrieben – fast alle aus dem Oberpinzgau. "Mittwoch im Landtag müssen die Politiker offen legen, ob sie zur Geburtenstation stehen", sagt FP-Boss Schnell.

Der Landtag beschloss bereits im Vorjahr, dass diese Station über 2011 hinaus erhalten bleiben soll – davon will die Regierung jetzt gar nichts mehr wissen, SP-Landesrätin Erika Scharer plant Ende Juni 2010 die Schließung der Babystation.

Mandatare müssen Farbe bekennen
Schnell: "Wir beantragen, dass der einstimmige Beschluss des Vorjahrs weiter gilt – mit namentlicher Abstimmung." Dann hat es der Landtag in der Hand, ob die Babystation bleibt – und die Mandatare aus dem Oberpinzgau müssen Farbe bekennen. Ortschefin Sonja Ottenbacher (Stuhlfelden) und ihr VP-Kollege Michael Obermoser (Wald) können wie Karl Schmidlechner (SPÖ) aus Neukirchen mit Nein stimmen – und die Babystation Mittersill retten.

Alle möchten die Babystation erhalten
Die Stimmung im Oberpinzgau ist eindeutig: Alle möchten die Babystation erhalten – viele Mütter überlegen sogar, ob sie noch weitere Kinder wollen, weil ihnen die lange Fahrt nach Zell am See zu riskant und strapaziös ist. In einem berührenden Video auf www.babystation.at (Link siehe Infobox) sagt auch Rot-Kreuz-Fahrer Hans Hochfilzer: "Im Notfall werde ich weiter nach Mittersill fahren, wenn bei Geburten ärztliche Hilfe nötig ist."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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