Sa, 25. November 2017

Heroin verkauft

11.12.2009 12:39

Dreiköpfige Bande bei Drogenübergabe geschnappt

Der Salzburger Polizei ist ein großer Schlag gegen eine organisierte Drogenbande gelungen: Wie jetzt bekannt wurde, schnappten die Beamten am Montag drei Drogenschmuggler, die seit September am Schmuggel von mindestens viermal je sieben Kilo Heroin aus dem Kosovo nach Österreich verantwortlich gewesen sein dürften. Der Wert des Suchtgifts, das die drei in Oberösterreich, Salzburg und Wien verkauft haben, beläuft sich in Summe auf rund zwei Millionen Euro, sagte Major Christian Voggenberger vom Landeskriminalamt Salzburg.

Am Montag wollten ein 20-jähriger Oberösterreicher und ein gleichaltriger Bosnier, die beide im Bezirk Kirchdorf an der Krems wohnen, in Wals bei Salzburg sieben Kilo Heroin um 110.000 Euro an verdeckte Fahnder der Polizei verkaufen. Und ein 33-jähriger Kosovare aus Steyr war zum Kassieren des Geldes hinbestellt worden. Alle drei wurden bei der geplatzten Übergabe verhaftet, das Heroin wurde sichergestellt.

Drogen in Oberösterreich und Wien verkauft
Der Bosnier und der Oberösterreicher gestanden, das Heroin Ende November im Auftrag eines Hintermannes im Fahrzeugtank eines Autos vom Kosovo nach Österreich geschmuggelt zu haben. Der Bosnier gab noch drei weitere solche Fahrten mit ähnlichen Mengen zu, wobei er in zwei Fällen gar nicht wusste, was er genau transportierte, so der Kriminalist. Das Heroin wurde an Abnehmer in Oberösterreich und Wien verkauft. Pro Fahrt kassierte der Kurier 2.500 Euro.

Die Polizei geht auf jeden Fall davon aus, dass die drei Männer Mitglieder einer großen Organisation sind, weil sie ihre Aufträge von einem Hintermann aus dem Kosovo erhalten und so arbeitsteilig agiert haben. Einer der beiden Kuriere wusste gar nicht, dass ein Dritter für die Übernahme des Geldes zur Drogen-Übergabe dazu bestellt war. Die beiden Schmuggler und der "Kassier" kannten einander auch gar nicht. "Natürlich ermitteln wir noch weiter, aber die Spuren gehen in den Kosovo, und dort wird es für uns schwierig", äußerte sich Voggenberger nicht all zu optimistisch.

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