So, 19. November 2017

Gefahr im Internet

09.12.2009 16:54

„Plainstraße 22“ als dubioser Lockvogel für Wohnungs-Nepp

20 gefälschte Rolex-Uhren aus den USA, ein Packerl Tee um 150 Euro oder eine Urheberrechtsklage über 8.000 Euro, nur weil man über eBay CDs verkaufen will. Es gibt nichts, was es im Internet nicht gibt, warnen Konsumentenschützer. Jetzt werden in Salzburg sogar Wohnungen online angeboten – ein Betrüger-Nepp!

Die Internet-Annonce klingt vielversprechend: "Mietwohnung zu günstigen Konditionen in der Plainstraße 22. Kontakt: Alexander Rot". Einzig: Es ist ein fiktives Angebot, die Wohnung in Salzburg-Itzling gibt es gar nicht und der Name ist schlicht eine Erfindung.

Es dürfte sich dabei um das Werk von dubiosen Internet-Betrügern handeln, warnt jetzt die Kriminalpolizei in der Stadt Salzburg. "Als Anbieter tritt der unbekannte Täter unter dem vorgetäuschten Aliasnamen auf."

Internet-Betrügereien im Vormarsch
Kein Einzelfall, wissen auch die Konsumentenschützer der Salzburger Arbeiterkammer. "Heuer gab es gut 8.500 Anfragen von Hilfesuchenden", berichtet Experte Heimo Typplt. "Das Internet hat damit den Spitzenreiter 'Wohnen' als Thema Nummer eins abgelöst."

Mehr Transparenz gefordert
Der Abzocke im Internet sind keine Grenzen gesetzt. Von als "gratis" gepriesenen Dienstleistungen wie Gedichte, Hausaufgaben, Klingeltöne oder Intelligenztests bis zu Online-Kaufhäusern, die vor allem zur Weihnachtszeit immer beliebter werden. Typplt: "41 Prozent der 16 bis 74-Jährigen kaufen schon im Netz." "Wir brauchen gesetzliche Regelungen für mehr Transparenz bei Internet-Verträgen", fordert auch SP–Nationalrat Johann Maier.

von Max Grill, Kronen Zeitung

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