Do, 23. November 2017

Trio verhaftet

09.12.2009 15:20

725.000-Euro-Betrug mit Lieferscheinen

Um fast 725.000 Euro sollen ein 39-jähriger Oberösterreicher und ein 27-jähriger Steirer eine Firma im Bezirk Linz-Land geprellt haben. Dabei dürften sie Lieferscheine für Paletten fingiert haben. Die beiden sowie der offenbar eingeweihte Chef des steirischen Vertreters sitzen nun in Untersuchungshaft.

Der 27-Jährige arbeitete bei einer Firma in der Steiermark, der 39-Jährige bei dem geschädigten Unternehmen in Oberösterreich. Rund ein Jahr lang dürfte ihr "Spielchen" funktioniert haben.

Und dabei gingen sie sehr gefinkelt vor: So buchten sie bei Palettenlieferungen aus der Steiermark immer höhere Stückzahlen als tatsächlich gebracht wurden. Teilweise wurden sogar schon Lieferscheine über nicht erfolgte Eingänge ausgestellt. Außerdem sollen die beiden noch Paletten gestohlen und weiterverkauft haben - bis der oberösterreichischen Firma irgendwann der Schwund auffiel und sie die Polizei einschaltete.

Wusste Chef von "Nebengeschäften"?
Der Arbeitgeber des steirischen Vertreters soll von den "Nebengeschäften" seines Angestellten zumindest gewusst und sie geduldet haben. Auch die Buchhalterin der Firma war eingeweiht. Das Geld floss auf das Firmenkonto in der Steiermark.

Die drei sollen im Tatzeitraum - zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 - mehr als 900.000 Euro in bar behoben haben, in vielen Fällen fehlen aber die Belege. Der Mitarbeiter der oberösterreichischen Firma bekam 40.000 Euro für seine Dienste.

Über die drei Hauptverdächtigen wurde die Untersuchungshaft verhängt, sie wurden in die Justizanstalt Steyr eingeliefert. Die 25-jährige Ehefrau des steirischen Vertreters soll von dem Betrug gewusst oder ihn zumindest geahnt haben. Gegen sie wird wegen Hehlerei ermittelt.

Symbolbild

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