Fr, 20. Oktober 2017

Trotz Ansturmes

02.12.2009 17:56

Nur 66 von 128 Neuen Mittelschulen genehmigt

Jetzt geht's ums Überleben: In Oberösterreich sollen 128 Hauptschulklassen als Neue Mittelschule geführt werden, aber nur 66 wurden genehmigt. Das verärgert doppelt: Denn Eltern strömen zur innovativen Unterrichtsform und müssen ständig hingehalten werden – und die Verlierer können praktisch gleich zusperren.

Schulinspektor Franz Weißenböck hat in seinem Bezirk Urfahr-Umgebung vier Projektschulen auf der Liste, zwei davon in Gallneukirchen. "Wenn eine den Zuschlag bekommt und die andere nicht, ist sie tot", befürchtet er. Zusammen mit vier Kollegen aus anderen Bezirken überraschte er, wie exklusiv berichtet, Bildungsministerin Claudia Schmied in Linz mit einer Petition – und wurde einmal mehr an den schwarzen Finanzminister verwiesen, dem sie das Geld entlocken sollten!

Quote soll angehoben werden
Schmieds einziges Zugeständnis: "Auch ich bin dafür, dass die bundesweite Quote der Projekte von zehn auf zwanzig Prozent erhöht wird. Aber auch das geht nur, wenn wir die Mittel dafür bekommen."

Außerdem soll Oberösterreich nach wie vor selbst entscheiden, wo die 66 genehmigten Projekte angesiedelt werden. Dagegen wehrt sich Schulchef Fritz Enzenhofer zusammen mit den Tiroler Leidensgenossen – und will in Wien Druck machen.

Also alles offen. "Aber jetzt müssen Eltern entscheiden, wohin sie ihr Kind geben und wir können ihnen nicht sagen, welche Form wir anbieten dürfen", klagt Doris Camerloher von der Hauptschule in Ottensheim.

von Hedwig Savoy, "OÖ-Krone"


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