Mi, 18. Oktober 2017

Ruppiges Match

29.11.2009 10:22

1:3-Niederlage für Wr. Neustadt gegen KSV – zwei Rote

In einer ruppigen Partie mit einem Ausschluss pro Mannschaft hat sich der SC Magna Wiener Neustadt in der 17. Runde der Fußball-Bundesliga am Samstagabend gegen den Kapfenberger SV mit 1:3 geschlagen geben müssen. Die Niederösterreicher, die das Nachtragsspiel gegen den LASK unter der Woche 4:1 gewonnen hatten, warten weiter auf ihren ersten Auswärtssieg.

Die Kapfenberger begannen ambitioniert und gingen in der 27. Minute in Führung. Milan Fukal war nach einem Freistoß von Markus Scharrer zur Stelle und bezwang Goalie Saso Fornezzi per Kopf. Wiener-Neustadt-Stürmer Sanel Kuljic, der gegen den LASK am Mittwoch noch vier Tore erzielt hatte, spielte am Samstag eher unauffällig, doch auch ohne seine Treffer übernahmen die Niederösterreicher mit Fortdauer der ersten Hälfte immer mehr das Kommando.

Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit, das Tor selbst aber eher ein Zufallsprodukt. Patrick Wolf köpfelte in der 37. Minute an die Stange, das Spielgerät gelangte danach über Umwege zu Mario Reiter, der direkt abzog. Der Ball touchierte das Gesäß von Kapfenberg-Verteidiger Robert Schellander, der unhaltbar für Tormann Raphael Wolf abfälschte. Drei Minuten später sorgte Patrick Wolf (40.) beinahe für die Führung der Gäste, schoss aber erneut an die Stange.

Zehn gegen zehn nach zwei roten Karten
Die Partie bot vor allem nach der Pause kaum fußballerische Glanzpunkte, zwei Ausschlüsse waren die Höhepunkte. Wenige Augenblicke vor der Pause flog Wiener Neustadts Wolfgang Klapf (44.) wegen wiederholten Foulspiels vom Platz. Kapfenberg versuchte danach, Druck zu machen, Trainer Werner Gregoritsch brachte Stürmer Deni Alar. Doch Kapfenbergs Manuel Schmid geriet in der 64. Minute in einen Disput mit Christian Ramsebner und wurde für seinen Kopfstoß vom sonst schwachen Schiedsrichter Bernhard Brugger zu Recht mit Rot vom Platz gestellt.

Nachdem die numerische Gleichzahl wiederhergestellt war, entwickelte sich bei zehn gegen zehn ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Steirer die glücklichere Mannschaft waren. Srdjan Pavlov, in der 79. Minute für den verletzten Alar eingewechselt, sorgte in der 85. Minute für die Führung, Robert Schellander (92.) in der Nachspielzeit für den 3:1-Endstand.

Die Meinungen zum Spiel
Helmut Kraft (Neustadt-Trainer): "Ich bin enttäuscht. Wir haben wieder nicht auswärts gewonnen, ein Auswärtssieg war die Vorgabe, die wir uns selbst gestellt haben. Die haben wir nicht erfüllt. Kapfenberg hat die Torchancen zum Sieg genützt, wir aber nicht. Daher geht der Sieg von Kapfenberg in Ordnung. Vorm Abstieg fürchten wir uns nicht. Wenn wir unsere Auswärtsschwäche ablegen, dann bleiben wir sicher in der Liga."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Mannschaft hat einen Sieg des Willens gelandet. Mit zehn Spielern haben wir nochmals Gas gegeben. Pavlov war heute ein wichtiger Einwechselspieler. Er zeigte gute Aktionen. Der Sieg war ein wichtiger Schritt nach vorne in Richtung jener Teams, die in der Tabelle vor uns liegen."

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