Mi, 22. November 2017

Vom Glück verlassen

27.11.2009 10:34

Glücksspiel-Anbieter droht Haftstrafe

Nur sieben von etwa 3.500 Glücksspielautomaten in Oberösterreich sind jetzt in Mauthausen beschlagnahmt worden, weil sie noch verboten und steuerfrei sind: Damit verliert das gewinngewohnte Wettbüro nicht nur Apparate um rund 50.000 Euro, sondern muss auch Geldstrafen bis zu 30.000 Euro blechen. Außerdem droht sogar Haft.

Wie berichtet, will die Landesregierung die illegalen Spielhöllen mit ruinösen Steuersätzen reduzieren: Erhöhte Lustbarkeitsabgaben von rund 1.000 Euro pro Gerät und Monat könnten dem Finanzreferenten bis zu zehn Millionen Mehreinnahmen jährlich bescheren, auch wenn die Glücksautomaten weniger werden.

Kontrollieren soll eine Soko mit Juristen und EDV-Technikern, die jede Programmiersprache aller elektronischen Lotterien beherrschen.

Verbot kaum umgesetzt
Bisher war das 16 Jahre alte Verbot kaum zu überwachen: Es wurden nur 350 einarmige Banditen beschlagnahmt, doch die Verfolger verloren viele Verfahren und mussten die PC-Automaten zurückgeben. Weil die bei uns illegalen Glücksspiele aus Nachbarländern kamen, wo sie erlaubt sind.

Trotzdem schlugen die Fahnder nun in Mauthausen wieder zu: Für sechs konzessionslose Geräte drohen Geldbußen, für eine verbotene Roulettmaschine, die pro Tastendruck bis zu 100 Euro Einsatz verlangt, sogar ein Strafprozess und sechs Monate Freiheitsstrafe.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden