Di, 17. Oktober 2017

Dinner mit Obama

26.11.2009 08:13

Pärchen als „U-Boot“ auf US-Staatsempfang

Der für die Sicherheit des Weißen Hauses zuständige Secret Service muss nach einer peinlichen Panne seine eigenen Sicherheitsvorschriften unter die Lupe nehmen. Michaele und Tareq Salahi (im Bild mit Vizepräsident Joe Biden) ist es am Dienstag gelungen, durch die Kontrollen auf den abendlichen Empfang für den indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh zu kommen. Nun droht den beiden ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs.

Präsident Barack Obama sei nie in Gefahr gewesen, betonte Secret-Service-Sprecher Ed Donovan. Die beiden ungebeten Gäste seien durch die gleichen Kontrollen gegangen wie die mehr als 300 geladenen Gäste. Wie lange das Pärchen sich auf dem Empfang aufhielt, wollte oder konnte Donovan allerdings nicht sagen.

Aus den Medien von Panne erfahren
Der Secret Service habe erst aus den Medien von dem Vorfall erfahren, nachdem die beiden Eindringlinge im Internet ihre Tat publik gemacht hätten. Die "Washington Post" hatte zuvor berichtet, Fotos von dem Dinner im Weißen Haus gebe es auf der Facebook-Seite eines Eindringlings.

Gespräche über den Klimawandel
Auf der Tagesordnung von Manmohan Singhs Besuch in Washington stand unter anderem der Klimawandel. Mit der chinesischen Führung hatte Obama bereits vergangene Woche in Peking über den Klimaschutz gesprochen. China und Indien vertreten in der internationalen Klimadebatte bisher die Auffassung, dass die Industrienationen als Hauptverursacher des Klimawandels die größte Last beim Klimaschutz tragen müssen. Obama betonte bei dem gemeinsamen Auftritt mit Singh, dass "alle Länder das Notwendige tun müssen, um zu einer umsetzbaren Vereinbarung zu kommen". Wie genau etwa der Beitrag Indiens aussehen könnte, blieb nach Obamas Treffen mit Singh offen.

Weiters erörterten Obama und Singh die Beziehungen Washingtons zu den indischen Konkurrenten China und Pakistan. Die USA seien nicht für eine Lösung des Konflikts zwischen Neu-Delhi und Islamabad verantwortlich, wollten aber Sicherheit und Fortschritt in beiden Staaten vorantreiben, erklärte Obama. Die finanzielle Unterstützung der pakistanischen Regierung sei für den Kampf gegen islamische Extremisten gedacht, betonte der Präsident. In Indien gibt es die Befürchtung, Islamabad könne die Finanzmittel für einen militärischen Konflikt verwenden.

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