So, 19. November 2017

Steirerherz regt auf

20.11.2009 09:41

Streit um Steiermark-Werbung am Airport

Groteske um die massive Steiermark-Werbung am Flughafen Salzburg. Im Vorfeld der Ski-Weltmeisterschaften 2013 in Schladming sorgt die Reklame der grünen Mark für Irritation bei Salzburger Tourismus-Verantwortlichen. Auf den bis Jänner geplanten Werbeflächen soll das Steirerherz überklebt werden.

Das Steirerherz am Flughafen sorgt bei Salzburger Touristikern für erhöhten Blutdruck - es geht um jene Plakate, mit denen die Steiermark-Werbung für die Alpine-Ski-Weltmeisterschaft 2013 in Schladming wirbt.

Die Meinung der Steirer zu diesem Thema kannst du in der Infobox nachlesen!

Tourismus-Chef Leo Bauernberger, der am Donnerstag seinen steirischen Funktions-Kollegen Georg Bliem bei einem Meeting in Graz getroffen hat: "Es gibt Verbände und Unternehmer aus der Branche, die sich bei uns über diese Steirer-Flut in Salzburg  beschwert haben. Ein bisserl schal wirkt das schon, denn der Flughafen ist ja zu 75 Prozent im Besitz des Landes Salzburg."

"Steirerherzen" werden überklebt
Selbiges ist auch nicht begeistert, Landes-Vize Wilfried Haslauer hatte erst am Donnerstag auch ein diesbezügliches Gespräch mit dem zuständigen Flughafenmanager Karl Heinz Bohl. Ergebnis: Man werde zumindest die Steirerherzen auf den Postern überdecken.

Werbung bringt Flughafen 10.000 Euro
Airport-Sprecher Alexander Klaus: "Grundsätzlich  steht es jedem frei, bei uns zu werben, wir betreiben hier ein legitimes Geschäft unserer Liegenschaftsverwaltung." Die Werbeflächen mit Hinblick auf die Ski-WM sind für drei Monate fixiert und bringen 10.000 € Einnahmen.

Ski Amade profitiert von Steiermark-Werbung
Außerdem ist auch Ski Amade auf den steirischen Werbeträgern vorhanden, und die betreibt ja im Verbund den WM-Stützpunkt Schladming. Amade-Geschäftsführer Christoph Eisinger zur "Krone": "Dass uns die Steirer hier freiwillig auf ihren Plakaten mitnehmen, ohne dass wir einen Cent zahlen, ist doch okay. Wir setzen  Werbe-Maßnahmen nach Effizienzkriterien und Salzburger Amade-Regionen profitieren ja auch von der WM."

Bauernberger gibt sich vorsichtig: "Man muss aufpassen, dass nicht der Eindruck versteckter Quersubventionen entsteht."

Salzburger Krone

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