Sa, 25. November 2017

„Haben nix bestellt!“

19.11.2009 16:21

Werbekeiler fordern Tausende Euro für angebliche Inserate

Dreisten Werbekeilern sind Kriminalisten aus dem Bezirk Melk auf der Spur. Für angebliche Einschaltungen in Stadt- und Ortspläne flatterten zahlreichen Unternehmen im westlichen Niederösterreich Zahlscheine mit 1.000 Euro an Forderungen ins Haus. Die Empfänger haben freilich niemals etwas bestellt.

"Wir haben weder etwas unterschrieben, noch eine Bestellung aufgegeben", schildert Karl Weinfurter, Chef einer Fenstervertriebsfirma aus Krummnussbaum. Seit Juli wird er mit Faxen, Zahlscheinen und Prospekten bombardiert.

Firma telefonisch bedrängt, zu zahlen
Weinfurter: "Immer stehen eine andere Absenderadresse, eine andere Telefonnummer und ein anderer Absender oben drauf. Die haben sogar meinen angeblich gewünschten Werbetext einkopiert. Wenn ich sie aufforderte, eine Bestellung mit unserer Unterschrift zu faxen, legten sie gleich auf!" Mehrmals wurde Karl Weinfurter auch von den Keilern selbst angerufen und bedrängt.

Als er vor kurzem mit einer neuerlichen Forderung – 1.898 Euro, zahlbar jeweils für Sommer- und Winter-Ortspläne, und das auf zwei Jahre – konfrontiert wurde, reichte es dem renommierten Unternehmer: Er erstattete Anzeige.

von Mark Perry und Franz Crepaz, Kronen Zeitung

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