Mi, 22. November 2017

Strenge Richtlinien

19.11.2009 11:13

Kalifornien erklärt stromfressenden TVs den Krieg

In Kalifornien soll es stromfressenden Fernsehern künftig an den Kragen gehen. Die Regulierungsbehörden des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates verabschiedeten am Mittwoch einstimmig eine Vorschrift, die für die ab 2013 neu eingeführten Modelle eine Halbierung des Verbrauchs im Vergleich zur heutigen Geräte-Generation vorsieht. Umweltschützern zufolge handelt es sich um die weltweit strengsten Richtlinien für den Stromverbrauch von Fernsehern.
Anlass für die Vorschrift ist die zunehmende Beliebtheit von Flachbildfernsehern, die meist deutlich mehr Strom verbrauchen als alte Röhren-Geräte. Durch die neue Richtlinie, so Schätzungen, dürften über zehn Jahre mindestens acht Milliarden Dollar (5,35 Milliarden Euro) an Stromkosten eingespart werden. Genug Energie, um 864.000 Haushalte zu versorgen.

Wegen der Größe des kalifornischen Marktes dürfte die Entscheidung eine Signalwirkung für die gesamte USA haben. Der Wissenschaftler Noah Horowitz von der Umweltschutzgruppe Natural Resources Defense Council erklärte, die neuen Regeln würden sogar zu einem "weltweiten Umbau des Markts" führen. Die kalifornischen Grenzwerte der letzten Stufe seien die strengsten der Welt und auch deutlich strenger als die von der Europäischen Union erlassenen, sagte er.

Kalifornien spielt unter den amerikanischen Bundesstaaten beim Umweltschutz oft eine Vorreiterrolle. Der Stromverbrauch pro Kopf ist dort seit drei Jahrzehnten unverändert, während er in den gesamten USA um etwa 40 Prozent zugenommen hat. Die kalifornische Bevölkerung hat sich seit 1970 etwa verdoppelt und ist mit 39 Millionen Menschen inzwischen größer als die von Polen oder Kanada.

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