Mo, 20. November 2017

„No Music Day“

18.11.2009 13:39

Am Samstag gehen in Linz09 die Lautsprecher aus

Wenn es nach Linz09 geht, sollen kommenden Samstag in der Kulturhauptstadt alle Lautsprecher ausgehen. Initiator des "No Music Day" ist Bill Drummond, einst Mitglied der Popgruppe "KLF". Er lädt jeden ein, sich Gedanken über die Rolle von Musik zu machen, indem man für 24 Stunden darauf verzichtet.

Er sei keineswegs musikfeindlich oder dagegen, dass heutzutage überall Musik zu hören ist, erklärte Drummond. Die Beziehung der Menschen dazu habe sich aber verändert, nicht zuletzt durch das Internet sei Musik ständig verfügbar. Dabei habe es einen besonderen Reiz, sich an Orte begeben zu müssen, um sie zu konsumieren und dann Teil eines Ganzen zu werden. "Ein Tag ganz ohne Musik ist eine unerreichbare Utopie, etwas zutiefst Wünschenswertes und ein Alptraum zugleich", so Drummond.

Indem man schweigt, werde ein "fulminanter Schlusspunkt" unter die von ihm gestarteten Hörstadt-Aktivitäten gesetzt, ist Linz09-Musikchef Peter Androsch überzeugt. Freitagabend wird es in der Bar Solaris im Offenen Kulturhaus (OK), dem Zentrum des "No Music Days", noch einmal ordentlich aus den Boxen tönen: DJ DSL legt auf, bis um Punkt Mitternacht Stille herrscht.

Samstagabend lädt Drummond ab circa 18 Uhr im OK zum Suppenkochen ein. Das im Haus untergebrachte Programmkino Moviemento zeigt mit "Ten Skies" (18 Uhr) und "13 Lakes" (20 Uhr) zwei Filme des US-Regisseurs James Benning, die gänzlich ohne Musik auskommen. Genau um 0.00 Uhr beendet DJ Michael Fakesch, eine Hälfte der früheren "Funkstörung", den "No Music Day" wieder.

Androsch verwies auf die rege Beteiligung an der Initiative: Das Freie Linzer Radio FRO wird versuchen, sein Programm einen ganzen Tag lang musikfrei zu gestalten. Auch Life Radio und die ORF-Radios gestalten spezielle Programme. Die Messen im Alten Dom finden ohne Orgel, Choräle und Kirchenlieder statt. Das Ars Electronica Center weist mit seiner leuchtenden Fassade auf die Veranstaltung hin und beteiligt sich ebenso wie andere Linzer Kulturhäuser, Szenelokale, das Landesmusikschulwerk und verschiedene oberösterreichische Geschäfte.

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