Do, 23. November 2017

Unzufriedene Lehrer?

17.11.2009 13:15

Verhaltensauffällige Kinder sind größtes Problem der Schule

Die Zufriedenheit der Pflichtschullehrer mit ihrer Arbeitssituation hat noch einiges an Verbesserungspotenzial. Die größten Probleme haben die Pädagogen, laut einer Umfrage, mit verhaltensauffälligen Schülern.

Mehr als die Hälfte der Befragten (50,8 Prozent) sind mit den Rahmenbedingungen an ihrer Schule zufrieden, knapp zehn Prozent sehr zufrieden. Rund ein Drittel der Lehrer sind wenig, knapp sechs Prozent gar nicht zufrieden mit der Situation.

Das ergab eine von den Sozialdemokratischen Gewerkschaftern (FSG) in Auftrag gegebene Umfrage unter den Volks-, Haupt-, Poly- und Sonderschullehrern in Salzburg, die am Dienstag präsentiert wurde.

Verhaltensauffällige Schüler als größtes Problem
Am häufigsten beschwerten sich Pädagogen über die Zusammenarbeit mit verhaltensauffälligen Schülern. Insgesamt 84,7 Prozent der Befragten sehen ein diesbezügliches Problem an ihrer Schule.

Lehrer fordern zusätzliche Unterstützung
Franziska Wanner, Vorsitzende der FSG PflichtschullehrerInnen Salzburg, fordert deshalb mehr Unterstützung der Kollegen im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern. Es brauche mehr außerschulische Fachkräfte - wie Sozialarbeiter - sowie mehr Aus- und Weiterbildung zu diesem Thema, sagte Wanner bei dem Pressegespräch.

Weitere Wünsche der befragten Lehrer
Mehr Arbeitsplatz an der Schule, Renovierung von Schulgebäuden und Maßnahmen zur Verbesserung des eigenen Images, wünschen sich die Pflichtschullehrer. Neun von zehn Pädagogen fordern mehr finanzielle Mittel für den Schulbetrieb - insbesondere für den Ausbau der Schulpsychologie, Verbesserung der Gebäudestruktur und die Schaffung von mehr Planstellen.

Lehrer in der Gesellschaft zu wenig anerkannt?
"Völlig im Stich gelassen fühlen sich die Lehrer von der Gesellschaft. Sie nehmen wenig bis keine Anerkennung für geleistete Arbeit, fehlende Wertschätzung für den Berufsstand und mangelnde mediale Unterstützung wahr", berichtete Wanner.

Ausgewertet wurden für die Untersuchung knapp 1.000 Fragebögen von Salzburger Pflichtschullehrern
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