So, 22. Oktober 2017

Auf A1 geschnappt

16.11.2009 14:03

Sechsköpfige Bande verübte mit Kindern brutale Überfälle

Eine Verbrecherbande ist der Exekutive auf der Westautobahn ins Netz gegangen. Wie am Montag bekannt wurde, hat die Polizei bereits vergangene Woche insgesamt sechs Personen festgenommen. Sie sollen für Raubüberfälle und zahlreiche Betrügereien in Niederösterreich und anderen Bundesländern verantwortlich sein. Um harmloser zu wirken, hatte die Bande bei ihren kriminellen Taten stets Kinder im Schlepptau.

Dem Sextett wird unter anderem ein Raubüberfall am 8. November in Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) angelastet: Bei einer Tankstelle bedrohte ein Täter einen Mann mit einem Messer und einer Pistole, die er im Hosenbund stecken hatte. Mit einem Komplizen und dem Opfer fuhr er zu einem Bankomaten und zwang den Entführten Geld zu beheben. Zurück bei der Tankstelle stießen sie den Mann aus dem Pkw.

Linzer brutal überfallen
In der Vorwoche sollen die Verdächtigen dann einen Linzer überfallen haben. Das Opfer beugte sich in den Wagen, als die mutmaßlichen Räuber nach dem Weg nach Wien fragten. Plötzlich wurde der Linzer von einem der Täter gepackt und mit einem Messer bedroht. Nachdem der Mann den Verdächtigen sein ganzes Bargeld gegeben hatte, stießen ihn diese zu Boden und flüchteten.

Die Polizei kam der Bande auf die Spur, als auf der A1 ein Wagen gestoppt wurde, der im Zusammenhang mit dem Raub in Linz auf der Fahndungsliste stand. Die Bande bestand aus vier Männern und zwei Frauen rumänischer Staatsbürgerschaft im Alter von 16 bis 34 Jahren. Zwei der Verdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt, die übrigen befinden sich in Haft.

Wertlosen Goldschmuck verkauft
Auch mehrere Betrügereien dürften auf das Konto der Rumänen gehen: So sollen sie wertlosen Goldschmuck aus Italien in Tankstellen und Gasthäusern entlang der Autobahn viel zu teuer verkauft haben. Um einen familiären Eindruck zu erwecken, war ein sechs- bzw. siebenjähriges Kind dabei.

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