So, 19. November 2017

Häferl statt Becher

13.11.2009 14:06

30 Tonnen Restmüll am Christkindlmarkt sind zu viel

Im Jahr 2008 sind am Salzburger Christkindlmarkt 30 Tonnen Restmüll produziert worden. "Rund ein Drittel dieser Menge könnte eingespart werden, wenn wir von einem Einweg- auf ein Mehrwegsystem umstellen", stellte Ingeborg Haller von der Bürgerliste am Freitag fest. Der Verein, der den Salzburger Christkindlmarkt betreibt, beklagt die mangelnde Infrastruktur, die benötigt würde, um das Mehrweggeschirr zu reinigen.

"Es ist klar, dass nicht jeder Stand einen Wasseranschluss bekommen kann", meinte Haller. Sie forderte deshalb eine mobile Waschanlage, in der das Geschirr der Standbesitzer gesammelt gewaschen werden könne. Solange die städtische Marktordnung jedoch nicht zu Mehrwegsystemen verpflichtet, werde man auch weiterhin Glühwein und Punsch aus Plastik- und Papierbechern zu trinken bekommen.

"Standlern nichts aufs Aug' drücken"
Die Stadt "wollte den Standlern keine neue Marktordnung aufs Auge drücken", konstatierte Bernd Huber vom Büro Harry Preuner. Man werde dieses Thema aber in Zukunft nicht aus den Augen verlieren.

Viele Standler ergreifen selber Initiative
In der letzten Saison waren nur drei der zwölf Versorgungsstände am Weihnachtsmarkt mit einem Wasseranschluss versehen und verwendeten Porzellantassen. Heuer hätten sich viele Aussteller selbst darum gekümmert, Wasserleitungen zu verlegen, bestätigte Wolfgang Haider, Obmann des Vereins Salzburger Christkindlmarkt.

Dies sei jedoch eigentlich die Aufgabe der Stadt Salzburg. So könnten in diesem Jahr aber immerhin sechs Stände Mehrweggeschirr anbieten. Für die Adventsaison 2010 kündigte Haider jedoch eine radikalere Vorgehensweise an: "Egal was in der Stadt passiert, wir werden Mehrweggeschirr anbieten. Solange jedoch gesetzlich nichts verankert ist, werden wir Einweggeschirr zumindest für Kinder und Schüler anbieten."

Klagen über inaktive Stadt
Sowohl Haider als auch Haller beklagten die Inaktivität vonseiten der Stadt in diesem Thema und forderten Verbindlichkeit anstatt Freiwilligkeit. Die Linzer Marktordnung sieht beispielsweise vor, dass Ausschank und Verkauf von Getränken nur in Mehrwegbehältnissen zulässig ist.
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