Mo, 28. Mai 2018

„Würden uns freuen“

18.05.2018 06:39

FPÖ-Generalsekretär für Rückkehr Landbauers offen

„Wir würden uns darüber freuen.“ Mit diesen Worten stellt der neue FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker eine mögliche Rückkehr des wegen der Liederbuchaffäre bei der Burschenschaft Germania zurückgetretenen niederösterreichischen Spitzenkandidaten Udo Landbauer in Aussicht. Hafenecker betont in einem APA-Interview, dass Landbauer bei den derzeitigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft lediglich als Zeuge geführt werde. Kritik übt er an den Medien: „Was mit Landbauer aufgeführt worden ist, war eine beispiellose Medienkampagne, wo das Menschliche keine Rolle mehr gespielt hat.“

Landbauer war infolge der Lieberbuch-Affäre vier Tage nach der Landtagswahl vom 28. Jänner von allen politischen Ämtern zurückgetreten und begründete den Schritt mit der „Medienhatz“ gegen seine Person. Aufgekommen war die Causa in der Schlussphase des Wahlkampfs: Im 1997 neu aufgelegte Liederbuch von Landbauers Burschenschaft Germania war neben rassistischen Liedern und Wehrmachtsnostalgie auch ein Text enthalten, in dem sich die Burschenschaft über den Holocaust lustig machte („Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million“).

Landbauer erklärte damals umgehend, davon nichts mitbekommen zu haben, und stellte seine Mitgliedschaft in der Burschenschaft ruhend. Bereits damals versprach die FPÖ-Spitze Landbauer nach Klärung der Vorwürfe umfassende „politische Rehabilitierung“.

Ermittlungen: Zeugenbefragungen abgeschlossen
Bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hieß es zum aktuellen Stand der Ermittlungen, die Zeugenbefragungen seien abgeschlossen, nun werde der erhobene Sachverhalte geprüft. Außerdem warte man noch das Gutachten des Bundeskriminalamtes hinsichtlich der im Liederbuch vorgenommenen Schwärzungen ab. Damit soll festgestellt werden, zu welchem Zeitpunkt die bedenklichen Textzeilen geschwärzt wurden. Anschließend werde entschieden, wie es in der Causa weitergeht.

 krone.at
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