So, 17. Dezember 2017

Ärger über die ÖBB

13.11.2009 14:46

Schülerin Ausweis abgenommen und 152 Euro gefordert

Weil eine Schülerin aus Brunn am Gebirge in den Ferien im Zug ihre Freifahrtkarte gezückt hat, zog der Schaffner diese ein. Den Bus hätte das Mädchen damit gratis nutzen können, musste wegen des beschlagnahmten Ausweises aber wochenlang zahlen. Doch es kam noch schlimmer: "Die ÖBB wollen wegen dem Missverständnis auch eine Strafe von einer 16-Jährigen kassieren und notfalls per Inkassobüro eintreiben", sind die Eltern des Mädchens entsetzt.

Der teure Irrtum: Freifahrtkarten für Schüler waren im Zuge einer Aktion der Gemeinde auch während der Ferien für Busfahrten im Ort gültig. „Unsere Tochter dachte allerdings, dass sie damit auch die Schnellbahnlinie weiterhin kostenlos nutzen könnte.“

Schülerin zahlt doppelt drauf
Ein Schaffner wertete das als Schwarzfahren und nahm der 16-Jährigen kurzerhand den Ausweis ab. Die Folge: Die Schülerin musste auch im Bus jedes Mal ein Ticket lösen. „Obwohl wir den Irrtum gleich schriftlich aufgeklärt haben und unsere Tochter ohnehin finanziellen Schaden erlitten hat, bestehen die ÖBB auf Bezahlung der Strafe“, ärgern sich die Eltern, die bereits einen Inkassobrief mit einer Forderung von 152 Euro erhalten haben.

ÖBB lenken nach "Krone"-Anfrage ein
Auf Anfrage der „Krone“ zeigt sich die Bahn jedoch plötzlich versöhnlich. Sprecher Christopher Seif: „Von der Bus-Aktion hatte unser Mitarbeiter nichts gewusst und daher den Schülerausweis eingezogen.“ Man werde jetzt jedoch versuchen, rasch eine Kulanzlösung mit der Betroffenen zu finden.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden