Mo, 20. November 2017

Neue Grippe

13.11.2009 08:53

Impfung ab nächste Woche in Firmen ++ Busserln vermeiden

Mehr als 3.500 Oberösterreicher wurden bereits gegen das H1N1-Virus geimpft, allein 749 an einem Tag bei den Stellen der Gebietskrankenkasse. Inzwischen hat man die durchschnittliche Wartezeit auf 20 Minuten senken können – am ersten Tag waren es bis zu vier Stunden. Doch kommende Woche sollen Ärzte direkt in Betrieben spritzen. Bis dahin empfiehlt Ärztekammerpräsident Niedermoser: Küssen und Händeschütteln möglichst vermeiden.

Den langen Wartezeiten sind die Zahnärzte Reinhard Gelder und Hartmut Giger aus Mattighofen zuvorgekommen. Das gesamte elfköpfige Praxis-Team trat am Donnerstag geschlossen zur Impfung an: „Um uns und vor allem unsere Patienten bestmöglich vor dem Virus schützen zu können.“ Noch sind die Verhandlungen mit der GKK wegen der Reihenimpfungen in Betrieben nicht ganz abgeschlossen, geht der Ansturm der Patienten aber so weiter, gibt es keine andere Lösung.

Interview mit Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser
Dass sich so viele junge Leute gegen die Neue Grippe schützen lassen, hat den oberösterreichischen Ärztekammer-Präsidenten Peter Niedermoser ein wenig überrascht, und es freut ihn. Jetzt möchte er, dass vor allem in abgelegenen Gegenden auch niedergelassene Ärzte impfen dürfen.

„Krone“: Die langen Wartezeiten beim Impfen ärgern Sie?
Niedermoser: Das ist für die Bevölkerung unzumutbar und uneffektiv. Jeder soll schnell zur Impfstelle kommen können.

„Krone“: Waren auch Sie schon dort?
Niedermoser:  Natürlich – und ich habe mich gleich auch gegen die saisonale Grippe immunisieren lassen. Die Kollegin hat es schmerzfrei erledigt.

„Krone“: Und Nebenwirkungen?
Niedermoser: Hatte ich nicht, obwohl lokale Reaktionen natürlich immer auftreten können. Aber die haben keine Relation zum Guten, das Impfungen für die Menschen schon bewirkt haben.

„Krone“: Aber die Impfung wirkt erst mit Verzögerung.
Niedermoser: Auch das ist normal. Deshalb sage ich immer, dass man Ansteckungsherde meiden soll, wenn es möglich ist. Dazu oft die Hände waschen und Händeschütteln sowie Küssen – im Fasching ja sehr üblich – auf das Nötigste beschränken.

"OÖ-Krone"
Symbolbild

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