Sa, 25. November 2017

Richtlinien geändert

11.11.2009 18:46

Land macht zwei Millionen Euro für Hagelopfer locker

Der 23. Juli 2009 gilt im ganzen Flachgau als schwarzer Tag. Als der Hagelsturm über Bürmoos, Lamprechtshausen, Dorfbeuern und St. Georgen fegte, ließ er viel Schaden und Leid zurück. Noch heute sind Dächer nur notdürftig mit Planen abgedeckt. Jetzt gibt’s für die Härtefälle Geld aus dem Katastrophenfonds.

Noch immer flattern einige Planen auf den zerstörten Dächern im Herbstwind. Noch immer gibt es einige Streitereien mit den Versicherungen. Noch immer gibt es einige Opfer, die besonders gelitten haben. Noch immer fürchten sich einige Familien vor dem Frost und unentdeckten Schäden.

"Für die Härtefälle stellt der Katastrophenfonds zwei Millionen Euro zur Verfügung", versichert Landesrat Sepp Eisl. Dass das Land überall spart, nur bei der Hilfe für die Hagelopfer nicht, kommt in den betroffenen vier Gemeinden gut an. "Der Großteil der Schäden ist bei uns repariert. Was nicht so dringend ist, wird aufs Frühjahr verschoben", bilanziert zum Beispiel Bürgermeister Adolf Hinterhauser aus Dorfbeuern.

In Lamprechtshausen warten ein wenig mehr auf Zimmerer und Dachdecker, doch auch hier ist das Gröbste erledigt. Von den zwei Millionen Euro werden 1,72 Millionen für Gebäudeschäden gebraucht, zirka 260.000 Euro für die Soforteinsätze der Feuerwehren, also für Planen, Nägel und so weiter.

Voraussetzungen für Fonds geändert
Der verheerende Sturm hat die Salzburger Landesregierung gezwungen, die Voraussetzungen für den Katastrophenfonds zu ändern. "Früher bekam man nur Geld, wenn man den Schaden nicht versichern konnte. Doch der Hagel war so ein außergewöhnliches Ereignis, dass wir das geändert haben", erklärt Eisl. Die nicht durch Versicherungen abgedeckten Härtefälle bekommen zirka ein Drittel des Schadens ersetzt, müssen aber eine neue Polizze und natürlich die Rechnungen vorweisen.

Doch der Hagel war nicht die einzige Naturkatastrophe, die Salzburg 2009 getroffen hat. Lawinen, Erdrutsche und Hochwasser wüteten ebenfalls. Dafür sind die restlichen zwei Millionen aus dem Katastrophenfonds reserviert.

Kronen Zeitung

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