Di, 21. November 2017

Neue-Grippe-Welle

13.11.2009 11:19

77-jähriger H1N1-Patient schwebt in Lebensgefahr

Von den drei Neue-Grippe-Patienten auf der Intensivstation der Salzburger Landeskliniken (SALK) hat sich der Zustand des 77-Jährigen über Nacht verschlechtert. "Er schwebt in Lebensgefahr", stellte Pressesprecherin Mick Weinberger am Freitag fest. Auch beim 41-jährigen Bayern und dem 58-jährigen Oberösterreicher sei die Situation weiterhin kritisch. Neben diesen drei Männern auf der II. Medizin liegt auf der Intensivstation im Kinderspital noch ein sechs Monate altes Baby mit einer H1N1-Infektion.

Der 77-jährige Intensivpatient befand sich ursprünglich wegen eines chronischen Nierenleidens im Spital. Dort sei er durch seine Enkelin mit dem H1N1-Virus infiziert worden, und nun habe er auch noch eine Lungenentzündung dazubekommen, erläuterte Weinberger. Der Zustand habe sich deshalb in der Nacht auf Freitag verschlechtert.

Nierenversagen dazugekommen
Die beiden anderen mit dem H1N1-Virus Infizierten werden zwar nicht mehr künstlich beatmet und sind aus dem Tiefschlaf geweckt worden, doch sei bei beiden Männern ein Nierenversagen dazugekommen.

Der 58-jährige Risikopatient aus Oberösterreich befindet sich seit Montag auf der Intensivstation. Er war nach einem Aufenthalt in einem Linzer Krankenhaus mit einer schweren Lungenentzündung und einem septischen Schock ins Salzburger Landeskrankenhaus eingeliefert worden. Aus dem angrenzenden bayerischen Raum befindet sich seit mittlerweile über zwei Wochen ein 41-Jähriger auf der Intensivstation im Salzburger Landeskrankenhaus.

Zustand des Babys stabil
Das mit dem H1N1-Virus infizierte Baby liege seit ein paar Tagen auf der Intensivstation des Kinderkrankenhauses. "Sein Zustand ist stabil und nicht kritisch", meinte die SALK-Pressesprecherin.

Schwarzach: Todesursache noch nicht geklärt
Nach dem Tod eines mit dem H1N1-Virus infizierten 38-Jährigen am vergangenen Freitag im Krankenhaus Schwarzach sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Der Mann war mit starkem Erbrechen und plötzlichem Fieberanstieg eingeliefert worden, unmittelbare Todesursache war ein Herzinfarkt.

Mit Schutzmasken zu Patienten
Weil die Enkelin des 77-Jährigen ihn bei einem Besuch mit der Neuen Grippe angesteckt hatte, haben die Salzburger Landeskliniken nun ihre Maßnahmen für Besucher und Personal verschärft: Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr sollen bis auf weiteres zum Schutz der Patienten auf Besuche verzichten. Generell dürfen Besucher auf den Stationen nur mit Mundschutz zu ihren Angehörigen. Sie sind außerdem dazu angehalten, ihre Hände zu desinfizieren. Auch Klinik-Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, dürfen nur noch mit Schutzmasken zu den Patienten.

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