Do, 24. Mai 2018

700.000 Euro Schaden

08.05.2018 16:50

Betrüger überführt: Vereins-Trick mit Leasing-Pkw

Im Salzburger Pongau wurde 2016 ein Verein gegründet, mit dem Ziel, Mitgliedern günstig Neufahrzeuge zu beschaffen. Durch die große Anzahl sollten bessere Konditionen bei der Anschaffung erreicht werden. Ein Pyramiden-System, das nun aufgeflogen ist. Übrig bleiben 700.000 Euro Schaden.

Der 58-jährige Präsident eines Vereins im Pongau, dessen Mitglieder günstig Neuwagen vom Verein leasen konnten, ist unter Betrugsverdacht geraten. Laut Polizei wurden Mitgliedsbeiträge zweckwidrig verwendet und auch in hochriskante Investments veranlagt. Der Schaden für 81 Mitglieder aus ganz Österreich soll sich auf mindestens 700.000 Euro belaufen.

Der beschuldigte Vorarlberger hatte den Verein im Jahr 2016 gegründet. Er war für alle Bankangelegenheiten und Investments alleine zeichnungsberechtigt. Der Verein, der seit dem Vorjahr auch in der Schweiz und in Deutschland tätig war, agierte nach einem Pyramidensystem. Dazu wurden Mitglieder eigens geschult und als Multiplikatoren eingesetzt.

„Den Vereinsmitgliedern wurde versprochen, dass über diesen Verein gemeinschaftlich Fahrzeuge zu günstigen Konditionen beim jeweiligen Hersteller beschafft werden könnten“, heißt es von der Polizei. Die Mitglieder sollten die Autos dann vom Verein leasen können. In die Rate seien alle Fahrzeugenkosten, Steuern und Versicherungen inkludiert.

„Die Geschädigten haben den Mitgliedsbeitrag bezahlt, das Auto aber nicht bekommen“, erklärte eine Polizei-Sprecherin. Ermittlungen des Landeskriminalamtes Salzburg ergaben, dass der Verein zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Eingelangte Zahlungen „wurden nicht zweckwidrig gewidmet, sondern zur Bestreitung alltäglicher Zahlungen verwendet“. Der Verein wurde mittlerweile amtlich aufgelöst. Der verdächtige Vorarlberger wird bei der Staatsanwaltschaft Salzburg wegen schweren Betruges und Untreue angezeigt.

 krone.at
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