Buffalos und Co.

Die schrägsten Trends aller Zeiten

Jede Zeit hat ihre Trends. Das Kleidungsstück oder Accessoires, das wir jetzt gerade gerne tragen und absolut schön finden, werden wir auf Fotos in zehn Jahren vermutlich verfluchen. Das Rad der Mode dreht sich schließlich unentwegt weiter und meist auch im Kreis. Trotzdem ist es immer wieder angebracht, sich über die großen Modesünden der vergangenen Jahre lustig zu machen. Hier eine kleine Auswahl.

Die schlimmsten Modesünden seit den 1950ern aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Deswegen seien hier jene peinlichen Kleidungsstücke aufgezählt, an die sich die meisten noch erinnern können und die sie vor allem auch selbst getragen haben - mit Stolz. Schließlich hat alles seine Zeit.

#Hüfthosen mit Tanga-Blitzer (in besonders schlimmen Fällen auch mit Arschgeweih)

Irgendwann kam für jedes junge Mädchen in den 90ern der Tag, an dem es sich fragte, was es außer Glücksbärchen-Baumwollunterhosen wohl sonst noch gab. Natürlich entschied man sich dann für den Hauch von Nichts namens String-Tanga. Der gleichzeitig aufkeimende Trend der ultra tiefgeschnittenen Hüfthosen (vorzugsweise Miss Sixty) kam da gerade Recht um seine neuen Unterwäschemodelle auch zur Schau stellen zu können. Man dachte anscheinend, dass das neue sexy Höschen nur dann sexy ist, wenn es auch jeder betrachten kann. Die älteren Teenager haben es aber noch schlimmer erwischt: Sie konnten kaum ihren 18. Geburtstag abwarten, um sich endlich das lang ersehnte „Arschgeweih“ tätowieren lassen zu können. So beliebt, cool und sexy es damals war: Heute ist es nur mehr ein Schimpfwort und viele Frauensind  froh, dass sie erst 18 Jahre alt wurden, als der Trend schon vorbei war.

#Buffalos

Jeder über 25 kann sich wahrscheinlich noch an diese Ungetümer erinnern: Die Plateau-Sneakers der britischen Marke Buffalo. Für jedes zwölfjährige Mädchen in den 1990ern waren sie womöglich die ersten Schuhe mit Absatz, die sie jemals getragen haben. Den Modeschöpfern war dieser Fauxpas aber anscheinend keine Lehre, denn die Plateau-Sneakers sind zurück. Wobei wir zugeben müssen: Sie sehen jetzt besser aus - ob wir dasselbe auch noch in zehn Jahren denken, sei natürlich nur dahingestellt.

#Glitzerbärte

Dieser Trend ist noch gar nicht lange her: Glitzerbärte. Tatsächlich war es zur Weihnachtszeit 2015 wahnsinnig in, seinen gepflegten Vollbart mit Glitzer zu verschönern. Auch wenn es dieser - sagen wir mal - metrosexuelle Trend nicht aus den Hipster-Lokalen von New York, Portland und London hinausgeschafft hat, war er doch zumindest überall im Internet zu finden. Ziemlich sicher, dass diese mutigen Herren der Schöpfung nach Abflachen des Hypes ganz auf ihren Bart verzichtet haben.

#Plastikhosen

Okay, zugegeben, es wurde kein Trend daraus. Trotzdem soll dieses schicke Teil niemandem vorenthalten werden. Um den stolzen Preis von umgerechnet 66 Euro gab es 2017 beim britischen Modehaus Topshop diese gewöhnungsbedürftige Plastikhose zu erstehen. Zum Verkaufsschlager wurde sie jedoch nicht. Immerhin stellen sich die Fragen: Zu welchem Anlass trage ich eine durchsichtige Hose, die zu 100 Prozent aus Plastik besteht? Was trage ich drunter? Fängt die Hose an zu quietschen, wenn ich schwitze, was in einer Hose, die zu 100 Prozent aus Plastik besteht, keine allzuweit hergeholte Annahme ist? Fragen über Fragen und keine passenden Antworten darauf. Also: Finger weg!

#Tattoo-Ketten

In punkto Tattoos gab es in den 1990ern und frühen 2000ern einiges zu bemängeln (siehe Arschgeweih). Neben Tribals, überdimensionalen chinesischen Schriftzeichen - von denen niemand so Recht jemals die richtige Übersetzung wusste, es sei denn, man vertraute jener, die in der Bravo stand - gab es auch die abgeschwächte Variante, mit der man sich zumindest nicht den Rest seines Lebens schämen muss: Die Tattoo-Kette. Alle haben sie getragen und ja, alle haben sie auch geliebt. Vor einiger Zeit versuchten die absolut stylischen Fashion-Blogger dieser Erde ein Revival der Ketten herbeizuführen, was jedoch nicht gelang. Es kann eben doch nicht jeder Trend wiederbelebt werden.

#Baggy Jeans

Während es sich heute schickt, dass erwachsene Männer dünne Beinchen haben, weil es gut in Skinny Jeans aussieht, war es vor 20 Jahren egal. Schließlich trug man Baggy Jeans, die so weit waren, dass man den Beinumfang nicht einmal erahnen konnte.  Zudem saß sie so tief, dass man die seidene Snoopy-Boxershorts, die der 15-Jährige Schwarm darunter trug, „bewundern“ konnte. Es war also nicht nur bei den Mädchen „in“ zu zeigen, was man unten drunter trägt, sondern auch bei den Jungs. Die Kids der 90er - die heute vielmals als Millenials belächelt werden - waren schon damals Vorreiter beim Thema Gleichberechtigung.

#Schlaghosen

Wie bereits erwähnt, gab es tatsächlich eine Zeit, in der auch Frau die heute so heiß geliebten Skinny Jeans niemals angezogen hätte. Damals bezeichnete man sie verachtend als „Karottenhose“. Im Trend lagen nämlich die Schlaghosen. In den 1970er-Jahren noch als Glockenhosen bekannt, waren sie das stylische Overstatement einer ganzen wilden Generation. Doch sie sollte nicht die einzige bleiben, denn auch die Kids der 90er fanden Gefallen an ihnen. Mit dem einzigen Unterschied, dass der obere Hosenbund erst am unteren Hüftknochen begann. Siehe auch Tanga und Arschgeweih - so schließt sich der Kreis der Modesünden. Doch keine Angst, das Rad dreht sich munter weiter.

Mai 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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