Di, 17. Oktober 2017

Sport oder Kultur?

10.11.2009 13:05

Streit um Nutzung der Altstadt geht in Runde zwei

Der Termin-Konflikt um die Nutzung des Salzburger Residenzplatzes zwischen dem Kulturveranstalter Szene Salzburg und den Organisatoren einer Public-Viewing-Zone zur Übertragung der Fußball-WM geht in die zweite Runde. Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden will die Veranstaltungen der Szene jetzt unter die Lupe nehmen. "Ich will wissen, ob es tatsächlich nötig ist, im Juli kurz vor den Festspielen gleich drei Salzburger Innenstadtplätze zu belegen. Ich halte das für reichlich groß angetragen."

Die Szene will ihre Künstlergruppen nicht nur auf dem Residenzplatz, sondern auch auf der Jedermann-Bühne auf dem Domplatz sowie auf dem Kapitelplatz präsentieren. Etwa 20 verschiedene Kunstprojekte mit Künstlern aus 18 Nationen sollen beim Festival von 8. bis 17. Juli gezeigt werden. "Alle diese Projekte beschäftigen sich inhaltlich mit dem Thema Salzburg und sind daher weder zeitlich noch örtlich verschiebbar", so Szene-Intendant Michael Stolhofer.

Fußball-Organisatoren haben früher reserviert
Für Schaden genügt das nicht. "Bisher liegt nur ein lapidares Mail der Szene vor, ein paar mehr Informationen sind schon nötig." Der Bürgermeister wies außerdem darauf hin, dass die Fußball-Organisatoren den Residenzplatz am 16. September reserviert hätten, die Szene Salzburg hingegen erst am 2. November, also deutlich später.

Was ist wichtiger?
"Ich gebe prinzipiell weder der Kultur noch dem Sport den Vorzug. Es muss jetzt geprüft werden, welche Veranstaltung für Salzburg wichtiger ist", so Schaden weiter. "Bisher sind beide Veranstaltungen wenig greifbar und unkonkret. Erst wenn alle Detailinformationen beider Events auf dem Tisch liegen, wird der Altstadt-Ausschuss entscheiden, wer den Residenzplatz (und damit aus akustischen Gründen auch die angrenzenden Plätze, Anm.) nutzen darf."

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