Mi, 18. Oktober 2017

"Bakterienschleuder"

10.11.2009 09:22

Burkinis in der Stadt Salzburg erlaubt – in Alpentherme nicht

Wer in Österreichs Schwimmbädern für Aufsehen sorgen will, sollte Burkini tragen. Diese Wortschöpfung, die aus den Begriffen Burka und Bikini kreiert wurde, bezeichnet die nach islamischem Recht korrekte Bademode für muslimische Frauen. Für Aufsehen sorgte in den vergangenen Wochen der Fall eines Mädchens in St. Pölten, das mit Burkini zunächst gar nicht und dann nur ausnahmsweise in die Aquacity gelassen wurde. Doch wie ist die Lage in Salzburg?

Im städtischen Hallenbad der Stadt Salzburg ist das Tragen von Burkinis erlaubt. Bisher hat es auch keine Probleme gegeben: "Es kommen kaum muslimische Frauen zu uns baden. Die letzte war vor einem dreiviertel Jahr da", erklärte der Leiter des "Paracelsus"-Bades, Gerhard Schmöch.

Es sei aber schon einmal vorgekommen, dass eine Gruppe muslimischer Frauen - sie waren Gäste des benachbarten Sheraton-Hotels - das Hallenbad für ein paar Stunden angemietet hätten (zu einem Preis von 600 Euro pro Stunde). Würden in der Betriebszeit viele Damen Burkinis tragen, müsste man wegen der Hygiene und des Wasserverbrauches über die Sinnhaftigkeit dieses Schwimmgewandes nachdenken, sagte Schmöch.

In der Alpentherme im Gasteinertal hingegen sind Burkinis nicht erlaubt - aus hygienischen Gründen, wie Marketingleiterin Eva Erber meinte: "Das sind ja Bakterienschleudern", sagte sie. Muslimische Frauen gingen dort ohnehin nicht ins Hallenbad, sondern "sehen höchstens ihren Männern und Kindern beim Baden in der Therme zu. Manche von ihnen besuchen unsere Beautyfarm."
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