Di, 22. Mai 2018

NBA

06.05.2018 07:28

James mit „Buzzer Beater“: Pöltl-Klub vor dem Aus

Die Toronto Raptors können in den Play-offs der National Basketball Association (NBA) einfach nicht gegen die Cleveland Cavaliers gewinnen. Der Club des Wieners Jakob Pöltl verlor am Samstagabend (Ortszeit) beim Angstgegner in Ohio mit 103:105 und liegt damit in der „best of seven“-Serie der zweiten Runde bereits 0:3 zurück. Noch nie ist ein NBA-Team nach so einem Rückstand noch aufgestiegen.

Pöltl kam im Gegensatz zu den ersten beiden Partien, die mit 113:112 n.V. und 128:110 von den „Cavs“ in Toronto gewonnen wurden, diesmal nicht zum Einsatz, nachdem der 2,13 m große Center zuvor in allen 90 Saisonspielen mitgewirkt hatte. Matchwinner war erneut Megastar LeBron James mit 38 Punkten - 16 davon im letzten Viertel - und dem entscheidenden Korb in der Schlusssekunde. Cleveland kann damit bereits in der Nacht auf Dienstag (ab 2.30 MESZ Uhr) mit einem weiteren Heimerfolg den Aufstieg ins Eastern-Conference-Finale fixieren.

Damit würden „King James“ und Co. für ein Déjà-vu sorgen, hatten sie Toronto doch schon im Vorjahr mit einem 4:0-„Sweep“ gedemütigt. Die Raptors haben ihre jüngsten neun Play-off-Spiele gegen Cleveland allesamt verloren. Ihre Postseason-Bilanz in der Quicken Loans Arena der Cavaliers spricht mit 0:6 ebenfalls klar gegen die „Raubsaurier“ vom Ontariosee.

Bei Toronto rückte Guard Fred VanFleet in die „starting five“, nachdem Power Forward Serge Ibaka zuletzt mehrfach enttäuscht hatte. Diese Umstellung, durch die Pöltl zum Zuschauen verurteilt war, brachte aber nicht den gewünschten Effekt, denn die Raptors liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Sie machten sich vor allem mit unnötigen Ballverlusten (Turnovers) das Leben wieder einmal selbst schwer und lagen deshalb nach 6:53 Minuten bereits 4:16 zurück.

Mit einem 13:4-Lauf kämpften sich die Gäste aus Kanada aber zurück und blieben in Schlagdistanz, kamen zwischenzeitlich sogar bis auf einen Punkt heran (38:39/19.). Doch mit einem 16:2-Run setzten sich die „Cavs“ bis zur Pause wieder deutlich auf 55:40 ab und führten unmittelbar nach dem Wechsel sogar mit 17 Zählern. Das Team von Trainer Dwane Casey steckte trotzdem nicht auf, holte im Schlussviertel ein 14-Punkte-Defizit auf und schaffte acht Sekunden vor dem Ende durch einen Dreier von OG Anunoby den erstmaligen Ausgleich zum 103:103.

James: „Das ist mein Job“
Doch der „Buzzer Beater“ von James sorgte dafür, dass Toronto erstmals in dieser Saison drei Partien en suite verlor. „Es ist mein Job, das Spiel im letzten Viertel zu entscheiden“, betonte der 33-jährige Superstar unmittelbar nach dem Match. „Wenn du dann mit so einem Wurf verlierst, ist es natürlich extrem bitter“, meinte Pöltl, für den die Zuschauerrolle „frustrierend“ war.

„Wir haben uns heute mit den vielen Turnovers (insgesamt 17, Anm.) selbst ins Knie geschossen, hätten das Match aber trotzdem gewinnen können“, erklärte Raptors-Headcoach Casey. Topscorer seines Teams war Aufbauspieler Kyle Lowry mit 27 Punkten, 15 davon in den letzten 8:38 Minuten, während sein zweiter All-Star DeMar DeRozan nur acht Zähler erzielte. Bei den Cavaliers überzeugte neben James neuerlich auch Kevin Love mit 21 Punkten und 16 Rebounds. Dazu kam Kyle Korver, der vier von sechs Dreipunkteversuchen versenkte, auf 18 Zähler.

Auch Bosten 3:0 vorne
Neben Cleveland stehen auch die Boston Celtics vor dem schnellstmöglichen Aufstieg ins Eastern-Conference-Finale. Der Rekordmeister gewann bei den Philadelphia 76ers 101:98 nach Verlängerung und stellte damit ebenfalls bereits auf 3:0 in der Serie. Spiel vier findet in der Nacht auf Dienstag (ab 0.00 MESZ) erneut im Wells Fargo Center statt.

Das Match mit insgesamt 15 Führungswechseln war nichts für schwache Nerven. Der Italiener Marco Belinelli sorgte mit seinem Wurf in der Schlusssekunde für den 89:89-Ausgleich. Die Sixers-Fans jubelten sogar schon über den Sieg, da sie an einen Dreier glaubten, der 32-jährige Routinier stand allerdings klar ersichtlich auf der Distanzwurflinie.

In der fünfminütigen Overtime avancierte dann Al Horford mit sieben Punkten und dem spielentscheidenden Ballgewinn zum Matchwinner für die Gäste, die einmal mehr von Jayson Tatum mit 24 Zählern angeführt wurden. Der 20-Jährige ist damit der erste Celtics-Rookie, der in fünf Play-off-Spielen zumindest 20 Punkte erzielt hat. Für Philadelphia verbuchte All-Star Joel Embiid 22 Punkte und 19 Rebounds.

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