Mi, 18. Oktober 2017

Sorgerechtsstreit

08.11.2009 10:33

Zweifache Mutter muss eines ihrer Kinder „opfern“

Österreichische Gerichte zwingen in einem Sorgerechtsstreit eine Mutter aus Leonding, zu entscheiden, welches ihrer beiden Kinder sie opfert: Die 34-jährige Sandra Mainas muss laut OGH-Beschluss ihren dreijährigen Sohn Evangelos zu ihrem in Griechenland lebenden Ex-Gatten zurückbringen. Ihren 12-jährigen Sohn Simon aus erster Ehe darf sie laut Gerichtsurteil nun aber nicht mitnehmen. Ein Teufelskreis.

"Krone": Es gab in diesem Sorgerechtsstreit diese Woche auch eine Verhandlung vor dem Bezirksgericht in Traun.
Mainas: Der Richter war sehr einfühlsam. Mein erster Mann will verhindern, dass ich seinen Sohn Simon mit nach Griechenland nehme, wenn ich mit meinem jüngeren Buben dorthin abgeschoben werden sollte. Nur ist unklar, wer dann hier die Obsorge für Simon übernimmt

"Krone": Ein Dilemma für alle.
Mainas: Bringe ich Evangelos laut OGH-Urteil in die Heimat meines zweiten Ex-Gatten, verliere ich Simon, bleibe ich hier beim älteren Buben, verliere ich den Kleinen. Die Stiefbrüder, die sich bestens verstehen, werden auf jeden Fall voneinander getrennt.

"Krone": Doch auch eine Rückkehr nach Griechenland ist riskant.
Mainas: Ich wurde gemäß dem Haager Abkommen wegen „Kindesentführung“ angezeigt – mir droht die Verhaftung.

"Krone": Das ist sehr belastend.
Mainas: Meine Buben leiden darunter sehr, auch ich bin psychisch und physisch sehr angeschlagen. Ich hoffe auf Menschlichkeit der obersten Richter.

von Johann Haginger, "OÖ-Krone"

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