So, 27. Mai 2018

Hensoldt

27.04.2018 09:21

Radarfirma konzentriert sich auf die Drohnenabwehr

Der deutsche Sensor- und Radartechnik-Hersteller Hensoldt baut mit der Abwehr von Drohnen ein weiteres Geschäftsfeld auf. So habe man eine schnelle Drohne entwickelt, die andere Drohnen aufspüren und einfangen kann - etwa wenn sie eine Bedrohung über Menschenansammlungen darstellen. Auch Radar- und Jammersysteme gegen Drohnen hat das Unternehmen im Sortiment.

Auf der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld zeigt das Taufkirchner Unternehmen außerdem einen neuen Passivradar. Er sendet keine eigenen Signale, sondern erkundet den Luftraum anhand von Rundfunksignalen.

Wird eine nahende Drohne entdeckt, kann sie auf verschiedene Arten abgefangen werden. Die derzeit beliebteste Methode stellen sogenannte „Jammer“ dar, mit denen die Drohne von ihrem Steuersignal getrennt wird. In der Drohnenabwehr kommen jedoch auch wie von Hensoldt vorgeschlagen Abfang-Drohnen und sogar Greifvögel zum Einsatz.

Hensoldt übernimmt Firma um Firma
Hensoldt war vor einem Jahr aus dem Airbus-Konzern hervorgegangen und hat sich zum Ziel gesetzt in fünf Jahren zwei Milliarden Euro Umsatz zu erreichen. Nach drei Übernahmen im Vorjahr wolle man dazu in diesem Jahr weitere Firmen kaufen, sagte Müller.

Nach knapp 1,1 Milliarden Euro im ersten Jahr könne der Umsatz in diesem Jahr so auf rund 1,3 Milliarden Euro steigen. „Wir haben allen Grund, fröhlich zu sein“, sagte Müller dazu.

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