So, 22. Oktober 2017

1:0 in Sofia

06.11.2009 09:39

Salzburg gewinnt dank Schiemer auch viertes EL-Spiel

Meister Red Bull Salzburg hat am Donnerstag seinen Erfolgslauf in der Europa League fortgesetzt. Dank eines Kopfballtreffers von Franz Schiemer in der Nachspielzeit (93.) setzte sich die Elf von Chefcoach Huub Stevens im Stadion Georgi Asparuhow vor rund 6.000 Zuschauern gegen Lewski Sofia knapp mit 1:0 (0:0) durch und ist damit nach vier Runden das einzige Team neben Schachtjor Donezk im Bewerb, das alle vier Partien gewonnen hat.

Fix aufgestiegen sind die "Bullen" aber trotz des Sechs-Punkte-Vorsprungs auf Villarreal und Lazio Rom (beide 6) noch nicht.

Bullen starteten stark
Die Salzburger, bei denen die zuletzt angeschlagenen Sekagya, Tchoyi, Leitgeb und Svento in der Anfangsformation standen, starteten vor den Augen von Dietrich Mateschitz und Dietmar Beiersdorfer mit viel Druck und waren in der Offensive brandgefährlich. Lewski-Goalie Petkow drehte einen Sekagya-Kopfball nach einem Svento-Corner über die Latte (3.), Janko verzog (9.) und traf wenige Augenblicke später nach einer Tchoyi-Idealflanke mit einem Volleyschuss nur die linke Stange (10.). Der Aluminiumtreffer war für die Bulgaren so etwas wie ein Weckruf, sie kamen allmählich besser in die Partie und hatten zum Teil auch spielerische Vorteile.

Jowow hatte aber sein Visier genauso wie Janko nicht richtig eingestellt, schoss aus fünf Metern nach einem guten Ze-Soares-Zuspiel stümperhaft weit über das Tor (16.). Salzburg-Goalie Gustafsson musste sich zudem bei einem Tosewski-Schuss auszeichnen und Schwegler blockte gerade noch einen Bordon-Versuch ab (42.).

Lewski ab Minute 62 nur noch mit zehn Mann
Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die Partie vorerst recht souverän im Griff und waren auch dem Führungstreffer näher. Sofia-Goalie Petkow verlor den Ball nach einem unnötigen Dribbling mit Janko, und Georgi Sarmow konnte den aufs Tor laufenden Svento nur noch mit einer Notbremse aufhalten (62.). Den nach der Roten Karte verhängten Freistoß knapp außerhalb der Strafraumgrenze schoss Janko drüber (63.). Außerdem deutete Leitgeb mit einem am linken Kreuzeck vorbeigehenden Freistoß seine Gefährlichkeit an (76.).

In der Schlussphase gerieten die Salzburger dann aber unverständlicherweise noch zweimal mächtig unter Druck, hatten das Glück aber auf der eigenen Seite. Und in der 93. Minute schlugen die Salzburger dann auch noch zu. Nach einem weiten Schwegler-Einwurf war Schiemer mit dem Kopf zur Stelle. Es war bereits die zweite Partie nach dem 2:1 bei Lazio Rom, die die Mozartstädter in der Nachspielzeit für sich entschieden haben. In Italien hatte Janko den entscheidenden Treffer erzielt.

Mozartstädtern reicht ein Punkt zum Aufstieg
Den Salzburgern reicht nach den Erfolgen gegen Lazio (2:1), Villarreal (2:0) und Lewski (zweimal 1:0) in den ausstehenden Spielen gegen Lazio Rom (2. Dezember/heim) und Villarreal (17. Dezember/auswärts) bereits ein Punktgewinn zum Weiterkommen. Sollte Villarreal in der nächsten Runde bei Lewski Sofia nicht gewinnen, wären die Salzburger auch bei einer Niederlage gegen die Italiener bereits fix im Sechzehntelfinale. Einen vorzeitigen Aufstieg der Salzburger verhinderte am Donnerstagabend Villarreal mit einem 4:1-Kantersieg gegen Lazio Rom.

Lewski Sofia liegt nach der vierten Niederlage in Serie punktlos am Tabellenende und hat auch noch immer kein einzigesTor erzielt (Torverhältnis 0:7).

Meinungen zum Spiel
Huub Stevens (Salzburg-Trainer):
"Der Glaube an den Sieg war ausschlaggebend. Wir haben uns das Quäntchen Glück erkämpft. Wir hatten schon in den ersten zehn Minuten vier, fünf Chancen, da hätten wir eine oder zwei reinhauen müssen. Dann hätten wir ruhiger spielen können. Aber es ist mir lieber ein Tor in der letzten Minute zu erzielen, als in der ersten Minute, denn dann kann der Gegner nicht mehr zurückkommen. Wir haben aber zu früh mit langen Bällen begonnen und hätten mehr über die Seiten spielen müssen."

Dietmar Beiersdorfer (Red Bull Salzburg):
"Die Mannschaft hat sehr konzentriert angefangen, die ersten zehn, 15 Minuten waren sehr gut. Leider ist uns kein Tor gelungen. In der Folge haben wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben. In einigen Phasen hatten wir das nötige Glück, aber es spricht für die Mannschaft, wenn man bis zum Schluss kämpft und daran glaubt, dass man noch ein Tor schießen kann."

Antoni Zdrawkow (Lewski-Trainer):
"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und hatten den Willen zu siegen. Nach den Problemen der Anfangsphase haben wir das Spiel kontrolliert. Der Knackpunkt war die Rote Karte. "

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