Fr, 25. Mai 2018

Traum verwirklicht:

25.04.2018 10:00

Schüler (18) ist bereits Chef einer Seilbahn-Firma

Hoch hinaus wollen drei Welser HTL-Schüler. Sie entwarfen für ihr Maturaprojekt eine Mini-Seilbahn im Maßstab 1:32. Herzstück ist das Steuerungspult, das äußerst realitätsnahe Mitarbeiterschulungen für „echte“ Seilbahnen, wie sie in Linz gleich zweimal geplant sind, ermöglicht.

„Weder die Betreiber der Planetenseilbahn noch Vertreter der Stadt Linz haben sich bei uns gemeldet. Wir warten aber auf ihren Anruf“, strotzt der 18-jährige HTL-Diplomand Maximilian Rudorfer vor Selbstbewusstsein. Gemeinsam mit seinen Schulkollegen Patrick Schmidhuber und Martin Reder designte er eine Modell-Seilbahn mit 20 Kabinen und 20 Sesseln und einer variablen Länge zwischen 15 und 50 Metern.

Von Geschäftsidee überzeugt
Weil Rudorfer von seiner Idee so überzeugt ist, gründete er auch eine Firma. „Ich gehe davon aus, dass wir mit der Modell-Seilbahn bald marktreif sind und mit Firmen oder Städte, die Seilbahnen betreiben oder bauen wollen, ins Geschäft kommen werden.“ Berufserfahrung sammelte er bei der Vorarlberger Seilbahn-Firma Doppelmayr, wo er mehrere Praktika absolvierte. „Sie wollten mich gar nicht mehr gehen lassen“, so der Lambacher.

Realitätsnahe Schulung möglich
Ziel seiner Firma ist es, mit der Mini-Seilbahn „echten“ Seilbahnbetreibern eine realitätsnahe Schulung zu ermöglichen. Dafür hat das Trio 7000 Teile verbaut. Über zwei Jahre rauchten die Köpfe. Nun können Fahr- und Bremsverhalten sowie andere Funktionen dank der bis ins letzte Detail geplanten Verarbeitung geübt werden. Man kann auch Aus- und Zustiegsszenarien perfekt üben.

„Unglück in Georgien war zu verhindern“
"Ich bin mir sicher, hätten die Mitarbeiter der Seilbahn-Firma aus Georgien mit unserem Modell geübt, wäre der schreckliche Unfall zu verhindern gewesen. Es war ein menschlicher Fehler, der vermeidbar war.

Zukunft der Seilbahn ist in Städten
Das Trio ist überzeugt, dass den Gondeln in Städten die Zukunft gehört: “Wir könnten für die beiden Linzer Projekte sogar die Kurven nachstellen“, lächelt Schmidhuber.  “Selbstfahrende Autos und Busse verursachen Lärm und brauchen Platz. Die Seilbahn ist leise und benötigt nur Raum für ein paar Stützen.“  Rudorfer fügt das Beispiel La Paz in Bolivien an. “Für eine Strecke, die man mit dem Auto in 90 Minuten zurücklegt, benötigt man mit der Seilbahn höchstens 20 Minuten."

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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