Mo, 28. Mai 2018

IS, Al-Kaida & Co.

24.04.2018 08:39

Facebook löscht Millionen extremistische Beiträge

Offenbar auf Druck der Behörden ist Facebook nach eigenen Angaben zuletzt entschiedener gegen extremistische Beiträge vorgegangen. Im ersten Quartal seien insgesamt 1,9 Millionen Einträge in Verbindung mit den Extremisten-Gruppen Islamischer Staat oder Al-Kaida in den meisten Fällen gelöscht oder mit Warnhinweisen versehen worden, teilte das soziale Netzwerk am Montag mit. Das seien doppelt so viele wie in den drei Monaten zuvor.

Ermöglicht werde die verstärkte Terrorabwehr im Internet durch verbesserte Software zur automatischen Erkennung solcher Inhalte und durch eine Aufstockung des Anti-Terror-Teams von 150 auf 200 Mitarbeiter. Inzwischen dauere es im Schnitt weniger als eine Minute, bis islamistische Inhalte nach dem Hochladen entdeckt würden. „Terrorgruppen versuchen ständig, unsere Schutzsysteme zu umgehen, deswegen müssen wir uns fortlaufend weiterentwickeln“, erklärten die Facebook-Manager Monika Bickert und Brian Fishman.

Die Manager betonten jedoch, dass Facebook seine politische und weltanschauliche Neutralität wahren wolle. „Es geht um die Frage, ob Gewalt eingesetzt wird, um Ziele zu erreichen“, erklärten sie. Facebook nutze eine Definition des Terrorismus, unter die religiöser Extremismus ebenso fallen kann wie gewalttätiger Separatismus, weißer Rassismus oder militanter Umweltschutz.

Facebook erklärt „Terrorismus“
Facebook definiert Terrorismus nach eigenen Angaben als „jede Nicht-Regierungsorganisation, die vorsätzliche Gewalthandlungen gegen Personen oder Eigentum betreibt, um eine Zivilbevölkerung, eine Regierung oder internationale Organisation einzuschüchtern, um ein politisches, religiöses oder ideologisches Ziel zu erreichen.“ Bislang war nicht bekannt, nach welchem Kriterien Einträge als extremistisch eingestuft werden.

 krone.at
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