Do, 24. Mai 2018

4 Brände in 24 Stunden

22.04.2018 20:48

Ein irrer „Feuerteufel“ wird gejagt

Vier Brandeinsätze binnen 24 Stunden in einem Umkreis von drei Kilometern! Nach dieser unheimlichen Serie im Raum Kapfenberg kann man natürlich längst nicht mehr von einer Verkettung unglücklicher Umstände sprechen. Gestern Nacht rettete die Feuerwehr noch dazu zehn Menschen aus einem an sich leeren Haus

Eine brennende Müllinsel war es zuerst bei der Volksschule Wiener Straße in Bruck, und dann ein flammender Müllcontainer bei der Feuerwehr Kapfenberg-Diemlach. Samstagnacht gingen die heißen Einsätze in der Obersteiermark gleich weiter: Um 2.44 Uhr wurden die Wehren zu einem Zimmerbrand in einem ehemaligen Flüchtlingsheim gerufen, das leer stehen sollte. Sollte: Denn als die Florianis anrückten und die Türen im ersten Stock des Gebäudes öffneten, wurden sie von mehreren ängstlichen Augenpaaren angeschaut.

„Acht Erwachsene und zwei Kinder haben sich in der Wohnung gegenüber jener befunden, die brannte. Sie haben dort ein Matratzenlager aufgeschlagen gehabt. Ob das aber Flüchtlinge waren, kann ich nicht sagen“, schilderte Andreas Spreitz, Hauptbrandinspektor der Feuerwehr Kapfenberg-Diemlach. Noch während dieser Einsatz lief, kam schon der nächste herein: Ein Industrie-Müllcontainer stand in Flammen. „Vier Brandeinsätze in nicht einmal 24 Stunden habe ich in 25 Jahren bei der Feuerwehr noch nicht erlebt“, sagt Spreitz, der gestern Mittag erneut zusammenzuckte, als der nächste Brandalarm hereinkam. „Da war es zum Glück nur ein Fehlalarm.“

Dass in der Region die Angst vor einem Brandstifter umgeht, ist völlig klar. Die Polizei ermittelt jedenfalls in alle Richtungen, und auch die Bevölkerung hält die Augen offen, damit der „Feuerteufel“ so bald als möglich für seine Taten geradestehen muss.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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