Fr, 24. November 2017

Endloses Pendlerleid

05.11.2009 11:36

VP und SP schieben sich die Schuld an der Bahn-Misere zu

Empörung über Fahrpläne, Aufregung um Nebenbahnen – St. Pöltener Parteistrategen von ÖVP und SPÖ schießen aus vollen Rohren und weisen sich die Schuld am Scheitern der Verhandlungen mit den ÖBB und am Leid der Pendler gegenseitig zu. Diese haben davon freilich die Nase voll: "Wir wollen nur pünktlich zur Arbeit und nach Hause kommen!"

Während verärgerte Fahrgäste wegen Zugverspätungen auf vielen Strecken langsam die Geduld verlieren, wollen die Parteien aus dem Streit um die ÖBB offenbar politisches Kleingeld schlagen. Zwar findet der Vorschlag von Landeshauptmann Erwin Pröll zur Übernahme der Nebenbahnen Zustimmung – doch damit scheint die Einigkeit auch schon zu Ende.

SP kritisiert Taktieren Prölls
SP-Chef Sepp Leitner: "Es gibt bereits ein klares Angebot der ÖBB. Aber die VP blockt ab." Konkret, so heißt es, solle das Land die Linien um 15 Millionen Euro ablösen. Gemeinsam mit dem Bund würden dann 150 Millionen Euro in neue Gleise und Züge investiert. Leitner: "Statt über vernünftige Lösungen zu reden, taktiert Pröll lieber."

ÖVP besteht auf Gesamtpaket
VP-Landesrat Johann Heuras kontert: "Die SP macht Bahn-Managern die Mauer, statt Pendlern zu helfen." Man verhandle nicht über Teilbereiche. "Es muss ein Gesamtpaket mit Sicherung der Nebenlinien sowie Verbesserungen im Fahrplan geben", so Heuras. Die Grünen treten überhaupt für eine Radikalvariante ein. Sprecherin Amrita Enzinger: "Das Land soll in Niederösterreich den Bahnbetrieb komplett übernehmen.

Was meinst du? Kann das Land die Bahnlinien besser führen als die ÖBB? Stimm über den Link in der Infobox ab!

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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