Sa, 26. Mai 2018

„Kerbal Space Program“

20.04.2018 12:30

„Making History“: Nachschub für Hobby-Raketenbauer

Pädagogisch wertvoll, niedlich und chaotisch: Die Raketenbau-Simulation „Kerbal Space Program“ hat in den letzten Jahren eine treue Fan-Szene um sich geschart und genießt wegen ihrem unverkennbaren Mix aus realistischer Physik und knuffigen Comic-Raumfahrern Kultstatus. Jüngst ist die erste Erweiterung „Making History“ erschienen. Wir haben einen Blick darauf geworfen.

Seit es 2015 für den PC erschienen ist, genießt „Kerbal Space Program“ einen exzellenten Ruf unter Bastlern. Im Sandbox-Modus schafft man Flugmaschinen und Raketen und testet sie auf ihre Flugeigenschaften. Neben der Raketenbauerei kümmert man sich um die Weltraumforschung und treibt Gelder auf. Klingt einfach, ist durch die komplexe Physiksimulation des Spiels aber höchst fesselnd und unterhaltsam - und deutlich schwerer, als man sich das vorstellt.

Add-on liefert Story-Missionen nach
Bisher fehlte „Kerbal Space Program“ allerdings so etwas wie eine Story. Dir wird nun im „Making History“-Add-on nachgereicht. Das Entwicklerstudio Squad hat der Erweiterung ein Paket aus Missionen spendiert, die von echten Raumfahrtmissionen inspiriert wurden. Außerdem gibt es nun einen gut gemachten Missionseditor, mit dem man auch eigene Missionen basteln und mit der Community teilen kann. Hier darf man gespannt sein, wie intensiv die Community Nachschub produziert. Angesichts der großen Fanbasis des Hauptspiels sind wir aber zuversichtlich.

Neue Teile gab es auch schon kostenlos
Das Add-on bringt außerdem eine ganze Reihe neuer Bauteile für Raumfahrzeuge sowie ein neues Astronauten-Outfit ins Spiel. Angesichts dessen, dass es zuvor auch schon einige kostenfreie Updates gegeben hat, die neue Teile ins Spiel gebracht haben, hätte es hier zwar ruhig noch etwas mehr sein dürfen. Nach drei Jahren ohne Kauf-Add-on sei es den Entwicklern aber gegönnt, dass sie neue Inhalte diesmal gegen einen kleinen Obolus unters Volk bringen.

Der eher geringe Umfang des Add-ons relativiert sich zudem schnell, wenn man ganz generell Freude am Hauptspiel hat. Wer Spaß daran hat, Raketen zu konstruieren, die Grenzen der Physik auszuloten, seine grünen Kerbal-Männchen auf Testmission zu schicken und dabei auch die eine oder andere Explosion zu erdulden, hatte schon mit dem Hauptspiel mitunter Hunderte Stunden Spaß, und wird auch mit dem Add-on weiter Freude am Raketenbau-Simulator haben.

Raumfahrt erfordert eine gewisse Frustresistenz
Wer sich von der knuffigen Comic-Optik darüber hinwegtäuschen lässt, dass „Kerbal Space Program“ nach den knallharten Regeln der Aerodynamik und Physik funktioniert und frustriert das Handtuch wirft, wenn seine optisch ansprechende, aber aerodynamisch enttäuschende Flugmaschine nicht abhebt, sollte indes die Finger von dem Spiel lassen.

So oder so: Wir freuen uns, dass die Entwickler „Kerbal Space Program“ neue Missionen, Teile und Editor spendiert haben und sind schon gespannt, was die Community aus den neuen Möglichkeiten macht. Wer das Hauptspiel noch nicht kennt, kann sich freilich erstmal beruhigt mit diesem beschäftigen und mit dem Anschaffen des Add-ons noch etwas warten. Zumal das Add-on abseits neuer Inhalte und Features nichts am Hauptspiel ändert - leider auch nicht an der knuffigen, aber doch etwas detailarmen und nicht mehr ganz zeitgemäßen Optik.

 krone.at
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