Fr, 25. Mai 2018

Helfer mit Schnauze:

19.04.2018 07:03

188 Assistenzhunde im Einsatz für Behinderte

Die Unwissenheit darüber, woran man Assistenzhunde erkennt und was diese tun dürfen, ist offenbar groß, wie mehrere von der „Krone“ aufgezeigte Fälle verdeutlichen. Als wichtigstes Erkennungsmerkmal gilt ihre Kenndecke.

Bundesweit sind derzeit 188 Assistenzhunde im Einsatz, die eine offizielle staatliche Prüfung bestanden haben.  „Pro Jahr nehmen wir circa 50 Prüfungen ab“, so Karl Weissenbacher, Leiter der Prüfstelle des Messerli-Forschungsinstituts der Veterinärmed-Uni Wien.

Stenge Ausbildungskriterien
Seit 1. Jänner 2015 sind in Österreich Assistenzhunde (Blindenführhunde, Servicehunde und Signalhunde) im §39a des Bundesbehindertengesetzes verankert. Ihre Ausbildung ist langwierig und umfangreich, die Anforderungskriterien sind streng. „Im internationalen Vergleich ist Österreich federführend“, weiß Weissenbacher. Einzigartig sei, dass die Prüfungen von einer unabhängigen Stelle abgenommen werden: „In vielen anderen Ländern ist es so, dass die Ausbildungsstätten selbst auch prüfen.“

Geschütztes Logo
Nur fertig ausgebildete Assistenzhunde bekommen die gelbe Kenndecke mit dem geschützten Logo. „Hunde ohne diese Kennzeichnung sind entweder Familienhunde oder Assistenzhunde außer Dienst“, so Weissenbacher. Die speziellen Zutrittsrechte etwa in Spitäler, Lebensmittelläden oder öffentliche Verkehrsmittel gelten übrigens nur für Hunde mit Kenndecken.

Hoher Wert
Zur Gruppe der Assistenzhunde gehören neben den Blindenführhunden auch Servicehunde (etwa für Rollstuhlfahrer) und Signalhunde (für psychische Erkrankungen). Ihr Wert: Zwischen 20.000 und 38.000 Euro.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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