Fr, 25. Mai 2018

350.000 Euro Umsatz

18.04.2018 13:14

Kokain-Bande hinter Gittern

Sie nahmen ihren „Kunden“ zigtausend Euro ab, aber just die Rettung eines ihrer Opfer brachte Drogenhändler im Industrieviertel zu Fall. Die Bande - vier der fünf Verdächtigen mit Migrationshintergrund - hatte Kokain im Wert von 350.000 Euro verkauft. Fahnder aus dem Bezirk Mödling legten den Dealern das Handwerk.

Einer Süchtigen in Brunn am Gebirge retteten Sanitäter und Notarzt im vergangenen Dezember nach einer Überdosis das Leben. Nach dem Spitalsaufenthalt nahmen Drogenfahnder des Bezirkspolizeikommandos in Mödling die Frau ins Verhör. Sie gab zu, seit 2015 Kokain um knapp 150.000 Euro von vier Männern gekauft zu haben, kannte aber nur die Alias-Namen, unter denen die Dealer in der Szene auftraten. „Bei weiteren Erhebungen konnten wir die Verdächtigen schließlich identifizieren“, so ein Ermittler. Der Kopf der Bande, ein gebürtiger Serbe (29) mit deutschem Pass, der als sogenanntes U-Boot in Österreich lebte, wurde schließlich in Leobersdorf im Bezirk Baden festgenommen. In seinem Drogenversteck in Wien stellten die Beamten daraufhin Kokain im Straßenverkaufswert von 12.000 Euro, Mittel zum Strecken des „Stoffs“, mehrere Handys sowie Bargeld sicher.

In weiterer Folge klickten auch für vier Komplizen (24 bis 31 Jahre alt) des Drogenhändlers die Handschellen. Die Bande steht im Verdacht, seit Februar 2015 vor allem im Raum Mödling Kokain im Gesamtwert von 350.000 € vertickt zu haben.

„In der sogenannten Bunkerwohnung des Verdächtigen fanden wir 120 Gramm Kokain und mehrere tausend Euro“, erklärte ein Drogenfahnder gegenüber der „Krone“.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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