Di, 17. Oktober 2017

Der "Dog-Walker"

03.11.2009 13:02

Wenn Michelle weg ist – Hundesitter im Weißen Haus

Jeder Hundebesitzer wünscht sich einen liebevollen Menschen, dem er seinen Liebling eine Weile anvertrauen kann, wenn er sich einmal nicht selbst um ihn kümmern kann. Der ihn füttert, streichelt und mit ihm spazieren geht, wenn man selbst verhindert ist.

Für die Hausfrau aus Kärnten ist es ein hundevernarrter Rentner, der stundenlang mit den Vierbeiner spazieren geht, für den Beamten aus Wien ist es die Nachbarin, die seinen Hund gemeinsam mit ihren eigenen betreut, wenn er nicht da ist. Für die US-amerikanische First Lady Michelle Obama ist es Dale Haney, der Gärtner des Weißen Hauses.

Der 57-jährige Haney kümmert sich seit beinahe 40 Jahren nicht nur darum, dass rund um das berühmte Gebäude an der Pennsylvania Avenue 1600 alles blüht und gedeiht, sondern auch darum, dass es den Präsidentenhunden an nichts fehlt.

Haney ist eine Institution als Hundesitter. Seit 1972 ist er eigentlich als Experte für Gartenpflege angestellt, doch seine ganze Liebe gilt seither auch den Vierbeinern der Präsidentenfamilien, die in dieser Zeit im Weißen Haus gewohnt haben. So hat er bereits Richard Nixons Irish Setter King Timahoe Gassi geführt und ist stundenlang mit George W. Bushs Scotts-Terrier-Pärchen Barney und Miss Beazley spazieren gegangen. Über Barney, der einmal einen Journalisten in den Finger gebissen hatte, sagt er: "Er hat seinen eigenen Kopf gehabt."

Seit April 2009 ist nun der portugiesische Wasserhund Bo sein Schützling. Michelle Obama geht mit dem aufgeweckten Wuschel, den sie als "etwas verrückt" beschreibt, so oft wie möglich spazieren. Auch die Kinder Malia (11) und Sasha (8), die sich das Tier gewünscht haben, helfen mit. Doch wenn gar niemand da ist, um im Garten Bällchen zu werfen oder die Hundeschüssel zu füllen, steht Haney mit all seiner Hundeliebe bereit.

Fotos des Hundesitters des Weißen Hauses findest du in der Infobox.

Ein guter Hundesitter sollte viel Tierliebe und Erfahrung mit Hunden mitbringen, Geduld haben und dem Tier sympathisch sein. Wer einen Tiersitter auswählt, tut dies ja nicht nur für einmal, sondern wird ihn immer wieder engagieren. Deshalb sollte schon vor dem ersten Mal, an dem das Tier bei jemand anderem ist, geklärt werden, dass sich Tier und Sitter verstehen.

Zu klären ist auch die Frage, ob der Sitter eine verlässliche und pünktliche Person ist. Holt er oder sie das Tier ab und bringt es wieder zurück? Kann er beim Hund in der Wohnung bleiben?

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