Mi, 25. April 2018

Widmung eingeleitet:

14.04.2018 06:33

Proteste gegen teure Nordic Arena in Hellmonsödt

In Sonnberg wurde es nichts, nun soll im Nachbarort Hellmonsödt eine Nordic Arena für Langläufer, Biathleten und Skater errichtet werden. Dahinter steht ein Verein, der die mündliche Zusage des Landes für die 100-prozentige Finanzierung haben will. Anrainer protestieren und sammeln Unterschriften.

„Das ist Geldverschwendung! Wer braucht eine künstlich beschneite Arena in Hellmonsödt, wo es im Mühlviertel 32 Langlaufgebiete auf Naturschneebasis gibt“, ist Richard Guserl, der im angrenzenden Sonnberg wohnt, verärgert. Er  und seine Mitstreiter fürchten  die Zerstörung der Waldflächen und den Lärm. Bis zu 7000 Personen könnten bei Großveranstaltungen in die Arena strömen. Denn die Anlage (Eckdaten im Kasten unten) soll FIS-zertifiziert sein und Bewerbe bis zur Europacup ermöglichen.

Spitzensportler und Tagestouristen als Zielgruppe
„Die genaue Nutzung müssen wir erst überlegen. Nur, die Eignung für Spitzensport und Tagestourismus ist eine Voraussetzung für die Förderung“, sagt Karl Raml vom Verein Nordic Arena. Und weiter: „Wir haben eine mündliche Zusage von LH-Vize Michael Strugl, dass das Land zahlt.“

Keine fixe Förderzusage des Landes
Das stößt Guserl sauer auf, der nicht versteht, warum ein privater Verein rund sechs Millionen Euro Steuergeld erhält (so viel soll das Projekt angeblich kosten). Strugl bestätigt, dass er eine Förderung in Aussicht gestellt hat, fix ist aber nichts: „Es liegt kein fertiges Projekt vor, weshalb wir nicht wissen, was es kostet.“

ÖVP-Mehrheit leitete Umwidmungsverfahren ein
Im Gemeinderat von Hellmonsödt wurde im März mit ÖVP-Mehrheit die Umwidmung der 9,7 Hektar großen Fläche eingeleitet. VP-Ortschef Jürgen Wiederstein war auf Anfrage nicht erreichbar, dafür sein Amts- und Parteikollege Leopold Eder aus Sonnberg, wo das Projekt zuvor abgelehnt wurde. „Wir haben die Arena wegen der ungeeigneten Verkehrslage abgelehnt“, so Eder.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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