Di, 24. April 2018

Nach Eröffnung

12.04.2018 18:25

Pankl plant weitere Werke in Kapfenberg

Es sind Feiertage für den Industriestandort Kapfenberg: Nicht einmal zwei Wochen vor dem Spatenstich zum neuen Edelstahlwerk von Voestalpine Böhler wurde am Donnerstag das neue High Performance Antriebswerk von Pankl Racing offiziell eröffnet. Und das Unternehmen hat weitere große (Ausbau-)Pläne.

Wir brauchen uns hinter dem Semmering nicht zu verstecken, wir sind ganz vorne dabei. Das Mur- und das Mürztal sind metallurgische Weltklasse!“ KTM-Chef Stefan Pierer adelt eine ganze Region. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender von Pankl Racing Systems - und mit seinem Motorradunternehmen in den kommenden Jahren exklusiver Abnehmer jener Getriebe, die im neuen Pankl-Werk hergestellt werden „Heuer möchten wir 80.000 Motorradgetriebe produzieren, im Jahr 2021 sollen es dann schon 160.000 sein“, berichtet der Pankl-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Plasser.

Bis zum Endausbau im Sommer werden 45 Millionen Euro in das Werk geflossen sein - die größte Investition der Unternehmensgeschichte. Das Werk ist voll digitalisiert: Jedes Bauteil hat einen Code, jeder Produktionsschritt kann nachvollzogen werden.

Neben der Getriebefertigung gibt es auch eine Wärmebehandlungsanlage, bei der auch Produkte aus anderen Pankl-Werken gehärtet werden, und ein Kompetenzzentrum für 3D-Druck von Bauteilen („Additive Manufacturing“), der viele Herstellungsprozesse, gerade für den Rennsport und die Luftfahrt, revolutionieren soll. Um hier alle Kompetenzen zu vereinigen, kooperiert Pankl mit den Unternehmen EOS, Quintus und Voestalpine Böhler Edelstahl, wo etwa gemeinsam das Metallpulver für den 3D-Druck entwickelt wird. ( Im nächsten Jahr soll sogar eine Titanpulveranlage in Betrieb gehen.) „Nur in einer technologisch führenden Position können wir langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen“, betont der Voestalpine-Vorstand Franz Rotter, der den Begriff „Digital Metals Styria“ für die kooperierenden Unternehmen in den Raum stellte. 

Nächster Spatenstich folgt 2019
Pankl hat in den vergangenen sechs Jahren mehr als 100 Millionen Euro in die Region Bruck-Kapfenberg investiert und zählt an den beiden Standorten mittlerweile fast 1000 Mitarbeiter. Und damit ist noch lange nicht Schluss: Es sollen - in mehreren Bauabschnitten - zwei weitere Werke dieser Größenordnung folgen. Seit kurzem besteht die Option auf 80.000 m² im Kapfenberger Hightech-Park, in einem Jahr soll der Spatenstich für ein neues Werk im Luftfahrtbereich erfolgen. Inbetriebnahme: 2020. Ab dann läuft ein Großauftrag für Triebwerkswellen.

Aus schwieriger Region wurde Hochtechnologie-Zentrum
Freude herrscht auch bei der steirischen Landesregierung: „Pankl Racing trägt als herausragender steirischer Leitbetrieb viel zur positiven Entwicklung der heimischen Wirtschaft bei. Das neue hochmoderne Antriebswerk in Kapfenberg ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Steiermark“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

„Die Innovationskraft, die von Pankl ausgeht, ist beispielhaft“, ergänzt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. „Großartige Unternehmen wie Pankl haben mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern aus einer schwierigen Region entlang der Mur-Mürz-Furche ein Zentrum der Hochtechnologie gemacht. Das schafft viele gute Arbeitsplätze in der Region.“

Jakob Traby
Jakob Traby

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