Do, 23. November 2017

Sperre errichtet

30.10.2009 17:05

Mutiger Lkw-Lenker stoppt Geisterfahrer auf Westautobahn

Couragiert und mutig reagierte ein Salzburger Lastwagenfahrer Freitag früh auf der Westautobahn bei Seewalchen (Oberösterreich): Als ihm ein Auto auf der falschen Richtungsfahrbahn entgegen kam, versperrte er dem Lenker gemeinsam mit einem weiteren Lkw-Fahrer einfach den Weg. Der Geisterfahrer wurde so gestoppt, er hatte ein Promille Alkohol im Blut!

Kurz vor vier Uhr früh fuhr der 69-jährige Pkw-Lenker aus Gmunden (Oberösterreich) bei Mondsee auf die Westautobahn auf. Doch für seine Fahrt nach Hause erwischte er wahrscheinlich wegen seiner Alkoholisierung die Richtungsfahrbahn nach Salzburg anstatt jener nach Wien.

Polizeistreife ignoriert
Unbeirrt setzte der Pensionist seine Geisterfahrt fort, er missachtete dabei vermutlich Lichtsignale entgegenkommender Autos sowie Anhalteversuche einer Polizeistreife. Bis er nach mehr als 20 Kilometern Fahrt vor Seewalchen auf zwei couragierte Lkw-Lenker traf, die seine Alko-Fahrt mit einem Sperr-Manöver stoppen sollten.

Straßensperre errichtet
"Es war eine lange Gerade, ich konnte den Geisterfahrer schon von Weitem erkennen", schildert Lkw-Lenker Christian Hagn (27, Bild) aus Eugendorf. Mit Licht- und Hupsignalen animierte er einen Brummi-Kollegen zur "Straßensperre", mit gedrosseltem Tempo fuhren dann beide Transporter nebeneinander dem Geisterfahrer entgegen.

Auf die Bremse stieg der 69-Jährige deshalb aber nicht. "Er hat versucht zwischen uns durchzufahren und ist dabei vorne rechts gegen meinen Lkw geprallt", berichtet Hagn, der aus dem Führerhaus stieg und dem Alko-Lenker den Wagenschlüssel entriss. "Er hat nämlich dann noch versucht sein ohnehin nicht mehr fahrtüchtiges Auto wieder zu starten."

Keine Angst
Schon vor Tagen hatte Hagn eine Geisterfahrt miterleben müssen, deshalb entschloss er sich diesmal sofort zu handeln. Angst hatte der Salzburger in dem Moment keine: "Im Lkw-Führerhaus kann dir gegen einen Pkw nicht viel passieren…"

von Max Grill und Stefan Paul Miejski, Kronen Zeitung

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