So, 17. Dezember 2017

Erlaubtes Doping

30.10.2009 17:10

"Gehirnfutter" steigert das Denkvermögen

Wo habe ich meine Schlüssel hingelegt? Wo sind die Unterlagen für den morgigen Termin? Gezielt essen – besser denken. Führe die richtige Nahrung zu, um dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen!

Obwohl das Gehirn kaum mehr als 1,5 Kilogramm wiegt, verbraucht es doch 20 bis 25 Prozent der etwa 1.500 Kalorien, die der Körper im Ruhezustand umsetzt. Die „Denkzentrale“ hat auch eine gewisse Schutzfunktion „eingebaut“: Wird zu wenig Nahrung zugeführt, haben die grauen Zellen Vorrang vor allen anderen Organen.

Neben Kohlenhydraten muss man auch ausreichend Eiweiß zuführen. Dieses bildet die Basis für Botenstoffe und ist auch am Aufbau sogenannter Katecholaminen (Eiweißstoffe) beteiligt, welche die Konzentrationsfähigkeit und Aktivität fördern. Fette liefern wichtige Bausteine für die Zellen. Vitamine und Mineralstoffe helfen, die Stoffwechselabläufe zu steuern.

Denken, Sprechen, Lernen –  alle Impulse, die das Gehirn empfängt, müssen über die Nervenbahnen zu ihrem Bestimmungsort geleitet beziehungsweise von dort abgerufen werden. Diese Abläufe und auch die Verarbeitung im Gehirn geschehen weit gehend über chemische Reaktionen, die wiederum von bestimmten Stoffen ausgelöst werden. Einige dieser Stoffe stammen direkt aus der Nahrung.

Cholin gehört zu den B-Vitaminen und hilft dem Gedächtnis wieder auf die Sprünge. Es kann gegen das nachlassende Kurzzeitgedächtnis im Alter wirken. Enthalten ist Cholin unter anderem in Bierhefe, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten.

Vitamin-B1 ist der ideale Fitmacher für den Geist. Es fördert die „Kommunikation“ zwischen Gehirn, Nerven und Muskeln und ist somit für die gesamte Leistungsfähigkeit unentbehrlich. Reich an Vitamin-B1 sind Geflügel, Milch und Vollkornprodukte.

Omega-3-Fettsäuren: Sie sorgen dafür, dass die Kontakte zwischen den Zellen besser funktionieren. Diese Fettsäuren sind vor allem in fettem Fisch aber auch in Muttermilch enthalten. Für die gesunde geistige Entwicklung spielen sie eine wichtige Rolle.

Antioxidantien: Dazu zählen Vitamin A, C und E und das Provitamin Beta-Karotin. Enthalten sind sie vor allem in Orangen, Paprika, Nüssen, Raps- und Olivenöl. Möglicherweise beeinflussen sie sogar degenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson positiv. So blieben in einer amerikanischen Studie Alzheimerpatienten mit zusätzlichen Vitamin-E-Gaben länger selbstständig. Bei Parkinsonpatienten hatte die Zufuhr von Beta-Karotin günstigen Effekt.

Neben Zufuhr von Nährstoffen ist ausreichendes Trinken für die Gehirnleistung wichtig. Ideal sind Leitungs- oder Mineralwasser,  auch stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte bringen die Konzentration in Schwung. Nicht geeignet ist Alkohol!

Karin Rohrer, Kronen Zeitung

Wie du mit den richtigen Nahrungsmitteln dein Liebesleben aufpeppst oder bei mieser Stimmung die Laune hebst, erfährst du in der Infobox.

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