Do, 23. November 2017

Nach Badeunfall

30.10.2009 10:19

„Sprungturm-Opfer“ (11) wird wieder gesund

Jener elfjährige Bub aus Graz, der nach einem schweren Badeunfall im Kärntner Millstätter See im Sommer im Koma lag, wird offenbar wieder vollkommen gesund! Nachdem Pauli wie durch ein Wunder nach vier Wochen erwachte, macht er seither riesige Fortschritte bei der Genesung. Die Ärzte sprechen von einer medizinischen Sensation.

Ende August schwamm der Bub gerade unter einem gesperrten Sprungturm, als ein 13-Jähriger trotz der Verbotstafel von der 14 Meter hohen Plattform hechtete und Pauli aus Graz mit voller Wucht traf. Der Elfjährige ging sofort unter und blieb fast 30 Minuten unter Wasser. In solch einem Fall ist die Chance äußerst gering, ohne schwere Hirnschäden davonzukommen. Normalerweise genügen ein paar Minuten ohne Sauerstoff, um das Gehirn irreparabel zu schädigen.

Schnelle Bewusstlosigkeit rettete Pauli das Leben
Der Bub konnte aus rund sieben Metern geborgen und wiederbelebt werden, wobei ihm die schnelle Bewusstlosigkeit gerettet hatte. "Er ist sofort untergegangen, dadurch hat er weniger Sauerstoff verbraucht. So blieb das Gehirn geschont", erklärte Oberarzt Martin Edlinger von Kinderintensivstation am LKH gegenüber dem ORF.

Trotzdem lag Pauli dann als quasi "aussichtsloser Fall" im LKH Klagenfurt vier Wochen lang im Koma, die Ärzte kämpften um sein Leben. Wie durch ein Wunder wachte er Ende September aber wieder auf - und nahm zur Überraschung aller seine Umwelt sofort wahr. "Er hat dann die ersten Worte gesagt, hat uns erkannt, uns nachgeschaut, hat geweint", sagte Edlinger. Seither trainiert der Bub in einer Reha-Klinik Bewegungsabläufe. Pauli habe gleich mal nach dem Aufwachen gefordert, wieder gehen lernen zu können.

"Es ist eine Rarität und eine medizinische Sensation"
Seine rasche Genesung überrascht selbst die Ärzte, mittlerweile ist der Bub wieder guter Dinge. "Es ist eine Rarität und alle sind der Meinung, das ist eine medizinische Sensation", so Edlinger.

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