Sa, 18. November 2017

Kritischer Zustand

30.10.2009 12:35

Grippe: 41-Jähriger in Salzburg im künstlichen Koma

Im Bundesland Salzburg befindet sich ein Patient mit Neuer Grippe in kritischem Zustand. Der 41-jährige gebürtige Deutsche wurde am Mittwoch in die Notaufnahme der Internen Abteilung des Landeskrankenhauses eingeliefert, wo die Ärzte neben der Grippe auch eine beidseitige Lungenentzündung feststellten. Der Mann wurde auf die Intensivstation gebracht und in künstlichem Tiefschlaf versetzt.

Bei der Einlieferung sei ein akutes Lungenversagen festgestellt worden, weshalb sofort intubiert werden musste. Nach der Behandlung sei der Patient, der aus dem angrenzenden Bayern stammt, in künstlichen Tiefschlaf versetzt worden, wie Kliniken-Sprecherin Mick Weinberger bestätigte. Inzwischen gehe es dem Mann etwas besser: "Der Patient befindet sich zwar auch heute noch in einem kritischen Zustand, hat sich aber seit gestern etwas stabilisiert", so Weinberger am Freitagvormittag.

Als wahrscheinlichen Grund für den kritischen Verlauf nannte Weinberger, dass die Influenza unbehandelt geblieben war und vermutlich eine bakterielle Infektion dazugekommen sei.

Keine Verbesserung bei elfjähriger Patientin
Bei der elfjährigen Patientin aus Südtirol, die in der Innsbrucker Universitätsklinik seit vergangenem Freitag auf der Intensivstation liegt, gibt es keine Verbesserung zu berichten. Sie bleibt nach dem Versagen ihrer Lunge weiterhin an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, die ihre Organe mit Sauerstoff versorgt. Das Kind war am Mittwoch vergangener Woche an der Grippe erkrankt. Nach einer massiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes wurde die Elfjährige vom Bozner Krankenhaus nach Innsbruck überstellt.

72 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen
Insgesamt ist die Zahl der Neuerkrankungen in Österreich in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen. Innerhalb von sieben Tagen - von 23. bis 30. Oktober - steckten sich 72 Kinder und Erwachsene mit der Neuen Grippe an, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. In den Wochen zuvor gab es nur vereinzelte Infektionen, im Schnitt waren ein bis zwei Personen pro Tag betroffen. Zuletzt gab es etwa zehn neue Patienten täglich.

Besonders häufig steckten sich in den vergangenen Tagen unter 20-Jährige an: Rund 46 Prozent der neuen Patienten (33) waren zehn bis 19 Jahre alt, der Großteil trat in Tirol auf (20 Fälle). Bei zehn Betroffenen handelte es sich um Babys oder Kinder im Alter von bis zu neun Jahren, sie wurden in Tirol (sieben Fälle) und Wien (drei Fälle) behandelt. Weiters erkrankten neun 20- bis 29-Jährige, sieben 30- bis 39-Jährige und acht 40- bis 49-Jährige. Bei älteren Menschen gab es nur einzelne Infektionen, und zwar bei drei 50- bis 59-Jährigen sowie zwei über 60-Jährigen.

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