Sa, 21. April 2018

Gefahr der Vernetzung

06.04.2018 16:40

Cybercrime: IT-Ermittler gegen „Kriminalität 2.0“

Angriffe aus dem Internet mit Fake-Mails oder Viren, klassische Betrügereien oder digitale Daten-Attacken: „Cybercrime“, also die Kriminalität im Netz, nimmt auch in Salzburg laut neuester Statistik deutlich zu. Bereits in den 1990er-Jahren hat sich die Salzburger Polizei auf „digitale Verbrechen“ spezialisiert. Heute arbeiten dort allseits gefragte IT-Kriminalisten.

Bildschirme, Kabel, blinkende Lichter: Die Büros der IT-Kriminalisten in der Landespolizeidirektion in Salzburg-Süd gleichen einem Technik-Raum. Die Salzburger Polizei hat sich bereits in den 1990er-Jahren auf „digitale Kriminalität“ spezialisiert.   Auch, weil durch den Fortschritt der „Tatort Internet“ einen gewaltigen Boom hinlegt. Online-Betrügereien, Hacker-Attacken, Erpressung aber auch Mobbing stiegen rasant an. 861 Fälle wurden 2017 angezeigt, im Jahr davor waren es 632. Das bedeutet eine Steigerung von 36,2 %.

IT-Ermittler Wolfgang Haim kennt die Gefahren: „Wenn etwa Kriminelle aus einem privaten Netzwerk Rückschlüsse ziehen können“, warnt er vor dem IOT-Vormarsch. „Internet of things“, wie der Fachmann erklärt. Wenn also Fernseher, Kühlschrank oder Auto an einem Netzwerk hängen. Oder „Denial of Service“, wenn Internet-Dienste nicht mehr funktionieren, denkt Haim an angreifbare Cloud-Angebote für PC-Programme, Emails oder Firmendaten, aber auch an Online-Banking und -Shopping. Worst Case, wenn durch Attacken Infrastrukturen wie Verkehr, Stromnetz oder Spitäler lahmgelegt werden.

Haim: „Mittlerweile sind die Menschen auf die Gefahren sensibilisiert. Aufpassen kann man aber nie genug.“

Max Grill
Max Grill

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