Mi, 22. November 2017

Facebook & Co

03.11.2009 11:09

So werden Social Networks nicht zum Karrierekiller

Facebook, meinVZ, studiVZ, Myspace.com und wie sie alle heißen – Online-Netzwerke sind einerseits eine gute Möglichkeit, um mit Bekannten in Kontakt zu bleiben bzw. neue Kontakte zu knüpfen. Andererseits kann ein allzu starkes Bedürfnis, sich der Welt mitzuteilen, sehr schnell auch unangenehme Folge nach sich ziehen. Nämlich dann, wenn Personalchefs bei Prüfung deiner Bewerbung auf die Jagd nach verhängnisvollen Details gehen. Wie du mit Social Networks richtig umgehst, das erfährst du hier.

Grundsätzlich sind Verzeichnisse im Internet etwas durchaus Positives. Sie ermöglichen es dir, dein Kontaktnetzwerk aufrecht zu halten und zu erweitern. Doch wie bei allen guten Dingen gibt es auch hier ein Maß, leicht kann man übers Ziel hinaus schießen. Klar gibt es die Möglichkeit, alle Welt wissen zu lassen, wie dein letztes Wochenende war. Die Fotos von dir, besoffen und halbnackt auf dem Tisch tanzend, werden deine Freunde vielleicht witzig finden – ein Personalchef kann darin einen Grund sehen, deine Bewerbung direkt zu entsorgen, ohne dich überhaupt zu einem Gespräch einzuladen. Ebenso sind Kommentare á la „Bin gerade im Büro und langweile mich unglaublich“ auch nicht unbedingt karrierefördernd.  Etwa jeder vierte Personalverantwortliche geht einer aktuellen, deutschen Studie zufolge bei der Auswahl von Bewerbern auf Informationssuche ins Internet, bevor entschieden wird, ob ein Bewerber eine Chance auf ein persönliches Kennenlernen erhält.

Tabu 1 – Negative Arbeitseinstellung
Auch wenn dir dein aktueller Job nicht allzu viel Freude bereitet, musst du das nicht unbedingt an die große Glocke hängen. Aussagen, aus denen mangelnde Motivation erkennbar ist, können dir den Weg in eine bessere Position blockieren. Ebenso Äußerungen über deinen ehemaligen Arbeitgeber, die diesen in ein schlechtes Licht rücken. Auch den Beitritt zu Gruppen, die Faulheit auf ein Podest stellen, oder Zitate wie „Faulheit bedeutet, mit dem Cocktailglas in der Hand auf das nächste Erdbeben zu warten“ solltest du möglichst vermeiden – sie stellen deine Persönlichkeit in ein Licht, das nicht unbedingt vorteilhaft ist.

Tabu 2 – Zu viel Freizügigkeit
Du hast Aktfotos von dir anfertigen lassen und willst, dass deine Freunde dich bewundern können? Wunderbar, aber überlege dir zweimal, ob Facebook & Co die richtige Plattform dafür sind. Oder willst du, dass dein zukünftiger Chef sehr tiefe Einblicke in dein Leben gewinnt? Dasselbe gilt für Party-Fotos, die dich in ausgelassener Stimmung und in Verbindung mit Alkohol zeigen – aber auch für Bilder von zu teuren Urlauben oder luxuriösen Hobbys.

Tabu 3 – Politik und Religion
Du bist politisch aktiv oder religiös engagiert? Dann achte auf eine neutrale Darstellung. Zu radikale Positionen oder Aussagen können rasch falsch verstanden werden und deine Karrierechancen beeinträchtigen. Auch mit abwertenden Aussagen über andere Personen bzw. Personengruppen solltest du sehr vorsichtig sein.

Tabu 4 – Fehler bei Rechtschreibung und Grammatik
Deine eigene Seite sollte sorgfältig gestaltet sein. Achte auf Rechtschreibfehler und korrekte bzw. angemessene Grammatik – wenn du sogar nachlässig bist, was deinen eigenen Auftritt angeht, wie bist du dann erst im beruflichen Alltag? Denn schnell werden Schlüsse zu deiner Leistung als Arbeitnehmer gezogen.

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