Mo, 20. November 2017

„Krone“ INOFFIZIELL

29.10.2009 18:24

Warum im Kärntner Landtag eigentlich gar nichts läuft

Der Kärntner Landtag lässt wirklich keine Gelegenheit aus, um sich zu blamieren. Etwa 100 Jugendliche der Volksschule Mühldorf, des BORG Hermagor, des BORG Spittal, der HBLA Klagenfurt und des Villacher Peraugymnasiums bevölkerten am Donnerstag die Zuschauergalerie in Erwartung einer spannenden Lehrstunde in Sachen Demokratie. Was sie erlebten, war das genaue Gegenteil.

Leere Regierungsbänke, halbleere Abgeordnetenreihen, bedingt witzige Zwischenrufe und eine Tagesordnung, die man auch nur als müde Sache abtun kann. Ein Sitzungskiebitz brachte es auf den Punkt: "Die Parteien haben sich Millionen zugeschoben mit dem Hinweis auf die Bedeutung des Landtages und die viele Arbeit im Landesparlament. Davon war heute aber so rein gar nichts zu bemerken."

Die Sache mit dem Erste-Hilfe-Kasten
Wasser predigen und Wein trinken ist eine beliebte Beschäftigung von Politikern. Oder anders: Was bei Normalbürgern sofort gestraft wird, kostet Volksvertreter nur ein Achselzucken. Kleines, aber aussagekräftiges Beispiel: Die Erste-Hilfe-Box im ersten Stock des Kärntner Landtages. Außen prangt ein großes rotes Kreuz, innen findet sich nicht einmal das kleinste Pflaster. Wenn sich die Damen und Herren da nur nicht in die Finger schneiden. Aber – und da sind wir wieder am Anfang: Viele sind ohnehin nie da.

aus der Krone-Serie "Inoffiziell" von Fritz Kimeswenger

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