Di, 21. November 2017

Stadt sieht zu

29.10.2009 16:51

Eisenstadt: Brutale Jugendliche terrorisieren Kids

Erschütternde Zustände in der burgenländischen Hauptstadt hat die Verhaftung eines 14-Jährigen aufgezeigt. Der Jugendliche hatte Kinder erpresst und mit dem Messer bedroht, um an ihr Geld zu kommen. Wer sich wehrte, wurde zusammengeschlagen. Nun kam heraus: Er war kein Einzeltäter.

Auf dem Weg in die Schule und retour haben die Kinder in Eisenstadt seit Wochen einen ständigen Begleiter: die Angst. Eine Gruppe türkischer Burschen bedroht und erpresst die Zehn- bis 14-Jährigen. Zu Hause erzählen die Mädchen und Buben davon. Die Eltern sind verunsichert, schlagen Alarm. Die Stadt schaut zu!

„Wir arbeiten gerade an einem neuen Sicherheitskonzept. Unter anderem soll eine mobile Einsatztruppe gegründet werden“, heißt es aus dem Eisenstädter Rathaus. Es sei daran gedacht, dass diese Magistratsbeamten gelegentlich auch am Abend durch die Stadt patrouillieren könnten. Für Eltern, deren Kinder weinend nach Hause kommen, weil sie ihr Taschengeld und ihre Handys an die Rowdys aus der Türkei abgeben mussten, mag das wie ein Hohn klingen. Schließlich sei das Problem im Schlosspark seit Monaten bekannt.

Weitere Hintergründe zur Verhaftung: siehe Infobox!

Allen voran hat FP-Stadtparteiobmann Géza Molnár schon oft für mehr Sicherheit in der City plädiert, und Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel aufgefordert, endlich etwas gegen die Jugendkriminalität zu unternehmen. Denn die Verhaftung eines 14-Jährigen ist nur die Spitze eines Eisberges. „Es sind ungefähr 18 Burschen, die uns immer wieder bedrohen“, erzählt ein HTL-Schüler. Auch sein Vater hat bereits auf die Übergriffe aufmerksam gemacht, passiert ist aber nichts.

von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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