Mo, 20. November 2017

Familie atmet auf

29.10.2009 17:02

Überfallener Taxler ist bereits auf dem Weg der Besserung

Erfreuliche Nachrichten aus dem Universitätsklinikum Salzburg: Der durch 16 Messerstiche lebensgefährlich verletzte Taxilenker Josef F. konnte die Intensivstation bereits verlassen und erholt sich recht gut. Seine Familie, die Lebensgefährtin und die zwei gemeinsamen Töchter stehen ihm Tag und Nacht bei.

"Er ist in einem erstaunlich guten Zustand, auch was die Psyche betrifft. Wir haben ihn auf die normale Station verlegt. Der Patient braucht jetzt nur noch ein bisschen Ruhe", erklärt der behandelnde Chirurg Hans-Werner Waclawiczek. Sowohl Lebensgefährtin Doris als auch die zwei Töchter geben dem 61-jährigen Taxifahrer viel Zuspruch und Mut.

Bekannte sind entsetzt
In der Nachbarschaft in Eugendorf ist Josef F. sehr beliebt. Deswegen können die Freunde die Gewalttat auch gar nicht fassen. "Er ist ein so freundlicher und gemütlicher Mensch. Ich wünsche ihm jetzt alles Gute", meint ein Bekannter.

Am Taxi des Opfers wurden bereits alle Spuren akribisch gesichert. Mietwagen-Unternehmer Christian Hitzginger hofft, dass sein Mitarbeiter Josef F. bald wieder voll da sein wird. Unterdessen rätseln die Ermittler nach wie vor, wieso die Jugendlichen sogar den Tod ihres Opfers in Kauf nahmen.

Warum hatten sie ein Messer dabei?
"Ihr ursprünglicher Plan war es, ihn mit der Hundekette bis zur Bewusstlosigkeit zu würgen. Doch dann hat der Jüngere der beiden die Nerven verloren und mit dem Messer zugestochen", schildert Kriminalist Karl-Heinz Wochermayr. Doch warum hatten die Verdächtigen ein Küchenmesser dabei? "Das fragen wir uns auch. Taucher der Cobra haben erneut den Salzachsee durchsucht. Die Tatwaffe ist bis jetzt noch nicht aufgetaucht", so Wochermayr.

Der 17-Jährige wuchs laut Polizei in geordneten Verhältnissen auf. Er lebte bis vor der Tat noch bei seinen Eltern in Lehen. Sein im Innviertel geborener Freund teilte sich mit einem anderen jungen Mann eine Wohnung. Der Arbeitslose hatte sich in der Vergangenheit mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten.

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung
Bild: Lokalaugenschein beim Salzachsee in Liefering. In weiße Overalls gehüllt zeigen die Jugendlichen den Kriminalisten den Ablauf der Tat.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden